Nevada, Utah und Kalifornien 2010

5.Juli – 6.August 2010       (Verfasser: Brigitte)

Dies ist unsere 21. und vorläufig letzte USA-Reise – daher ist sie gespickt mit Highlights – zusammengetragen von früheren Reisen.

Wir starten unsere 5-wöchige Tour am 5.Juli in Los Angeles mit einem Mietauto von Hertz. Die erste Nacht verbringen wir in einem Motel in Flughafennähe.

Am ersten Morgen fahren wir auf die Interstate 15, unser heutiges Ziel ist Las Vegas. Unterwegs besuchen wir die einstige Silberminen-Stadt Calico, heute nur noch Touristenort. Es sind hier aber doch noch einige authentische Häuser zu sehen, die in den 1950ern restauriert wurden, sodass man sich ein Bild machen kann, wie die Menschen hier damals (ab 1881) gelebt haben. Es gibt heute Führungen (inkl. Minenbesichtigung), Unterhaltung (Shows), Restaurants und etliche Souvenirläden.

Minenstadt Calico

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Vor allem ist Calico eine willkommene Zwischenstation in der unendlichen Weite der Mojavewüste. Es ist trocken und heiss – heute 42°C!

Nach vielen weiteren Meilen überqueren wir die Grenze zu Nevada – und direkt nach der Staatsgrenze beginnt die „Zivilisation“, da stehen die ersten Casinos – sodass die Menschen aus L.A. nicht allzu weit fahren müssen um ihrer Spielsucht zu frönen.

Kurz vor Las Vegas machen wir noch einen Abstecher zum Hoover Dam, der hier den Colorado-River staut und somit den Lake Mead bildet. Die Stadt Las Vegas bezieht 90% ihres Wasserverbrauches aus diesem See. Der Wasserstand ist momentan extrem tief.

LakeMead und Hoover Dam

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Bis zum jetzigen Zeitpunkt (Juli 2010) muss der ganze Verkehr die Staumauer überqueren. Im Oktober 2010 wird dann die neue gigantische Brücke (Hoover Dam Bypass) dem Verkehr übergeben.

Mitten auf der Staumauer verläuft die Grenze Nevada-Arizona.

Von hier ist es dann nur noch ein Katzensprung bis Las Vegas. Hier treffen wir unsere amerikanischen Freunde und bleiben somit ein paar Tage in dieser Spielermetropole mitten in der Wüste.

Spielermetropole Las Vegas

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Auch als „Nichtspieler“ lohnt sich ein Aufenthalt in dieser pulsierenden Stadt allemal. Es lohnt sich dem „Strip“ entlang zu schlendern, immer mal wieder einen Abstecher in eines der gigantischen Hotels zu machen, die Light Show an der Freemont Street oder die Wasserspiele des Bellagio-Brunnens zu besichtigen oder gar auf dem Stratosphere-Tower mit einer der haarsträubenden Bahnen zu fahren.

Was viele nicht wissen ist, dass nur gute 30 Meilen nordwestlich von Las Vegas entfernt sich mitten in der Wüste der Mount Charleston erhebt – mit seinen 3’632 m im Sommer ein beliebtes Naherholungsgebiet und im Winter ein Skigebiet.

Mount Charleston

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Auf der Rückfahrt vom Mount Charleston nach Las Vegas machen wir einen kurzen Umweg über den Red Rock Canyon und die Bonnie Spring Ranch. Dies war einst ein Zwischenstopp für Güterzüge, heute ist es eine sehenswerte Touristenattraktion mit „Old Nevada“, einer nachgebildeten Minenstadt, einem originellen Restaurant, vielen Tieren und einer Hochzeitskapelle.

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Wir verlassen heute Las Vegas und fahren in Richtung Norden mit Ziel Kanab. Den ersten Zwischenhalt machen wir im Valley of Fire. Es lohnt sich eine der verschiedenen kurzen Wanderungen in diesem State Park zu machen  – vorbei an bizarren roten Sandsteinformationen, den Arches und den versteinerten Baumstämmen (bis zu 200 Mio. Jahre alt) – besonders fotogen zeigt sich der Park bei Sonnenaufgang oder –untergang, wenn er sich in den schönsten Farben präsentiert.

Valley of Fire

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Von hier aus geht’s weiter in Richtung Nordosten. Gegen Mittag erreichen wir den Eingang zum Zion National Park – ein wunderschöner Park besonders für Wanderungen, da er in den Sommermonaten für Privatautos gesperrt ist. Ein gratis Shuttelbus fährt aber regelmässig die verschiedenen Ausgangspunkte für Wanderungen an. Wir entscheiden uns für den Riverside Walk – eine leichte Wanderung dem Fluss entlang immer im kühlen Schatten der beidseitig hoch aufragenden Felswände.

Felsformationen im Zion National Park

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Wir verlassen den Zion Park und fahren auf direktem Weg nach Kanab – einem heute eher etwas verschlafenen Ort. Früher wurden in dieser Gegend viele bekannte Filme gedreht – meist mit Kanabs Einwohnern als Statisten. Wir übernachten hier im Best Western.

Da wir den Grand Canyon South Rim schon einige Male besucht haben, beschliessen wir diesmal zum weniger bekannten North Rim zu fahren. Es sind nur sehr wenige Touristen hier – denn es gibt auch nur ein Hotel, die Grand Canyon Lodge. Wir bleiben 2 Nächte und „wohnen“ in einer winzigen Log Cabin (Blockhütte) – ist aber ein Erlebnis!!

Das Highlight des Tages ist der Sonnenuntergang von der Terrasse der Lodge aus, denn das Hotel liegt direkt am Canyonrand. Es ist unbeschreiblich schön (Foto folgt noch). Wir haben das Glück, dass heute eine Fidler-Band dabei für Unterhaltung sorgt.

GrandCanyon North Rim

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Am nächsten Tag machen wir den Morgenspaziergang zum Bright Angel Point – ein kurzer Fussweg über einen schmalen Grat. Am Ende des Weges hat man eine einmalige Aussicht auf den Grand Canyon.

 

North Rim

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Am Nachmittag fahren wir zum Point Imperial (höchster Punkt am North Rim) und danach zum Cape Royal. Von beiden Plätzen aus hat man einen wunderbaren Ausblick – es lohnt sich!

Wir verlassen den Grand Canyon und fahren über Jacob Lake zum Marble Canyon mit seinen Felsblöcken, die wie riesige Pilze neben der Strasse stehen.

Kurz vor den beiden Navajo-Bridges (eine für Fussgänger stammt aus 1929 und eine für den Verkehr aus 1995),  die hier  über den Colorado River führen, biegen wir nach Lee’s Ferry ab. Vor dem Bau der Navajo Bridge (1929) war diese Fähre die einzige Möglichkeit den Colorado River hier zu überqueren. Heute starten hier Schlauchboot-Touren durch den Grand Canyon. Es gibt einen schönen Picknick-Platz hier – mit Blick über den Fluss – wo man auch baden kann.

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Weiter geht unsere Fahrt nun nach Page – am Lake Powell. Wie schon einige Male zuvor wählen wir das Lake Powell Resort (Wahweap Marina), das direkt am See liegt.

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Heute besuchen wir den Lower Antelope Canyon. Wir habe diese Canyons (Upper und Lower) zuvor schon mal besucht und finden, dass es sich bei diesen Sehenswürdigkeiten um zwei der schönsten in USA handelt.

Die Antelope Canyons können nur geführt besucht werden.

Ein junger Indianer mit Gitarre führt uns zu einer schmalen Felsspalte – ich frage mich echt, ob ich da überhaupt hindurch mag - und siehe – ich schaff’s!  Hinunter geht es nun über Leitern in den engen Slot Canyon mit seinen einmaligen Farben und Formen! Unbeschreiblich – man muss es erleben! – es übertrifft einfach alles was wir zuvor schon gesehen haben!                                                  Einstieg zum Canyon!

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Manchmal kann man nicht zwei Füsse nebeneinander stellen – so schmal ist der Weg! – so geht es nun durch ein Labyrinth von Felsformationen – immer wieder begleitet von Indianischen Gitarrenklängen. Der Führer bringt uns zum Ende des Canyons, von da dürfen wir alleine zurück und uns soviel Zeit lassen wie wir wollen

Je nach Lichteinfall sind die Farben total unterschiedlich von gelb/orange über rot/gold bis braun/grau – traumhaft!

Danach besuchen wir noch den Upper Antelope Canyon- vielleicht etwas weniger “dramatisch”, da der Canyon breiter ist und flach – keine Kletterpartien über Leitern – aber auch hier wunderschöne Farben und Formen! Dafür haben wir das Glück genau am Mittag im Canyon zu sein, so erleben wir, wie die senkrechten Sonnenstrahlen den Boden des Canyons erreichen. Einfach fantastisch!

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Heute Abend haben wir einen Sunset-Dinner-Cruise gebucht.

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Während wir am schön gedeckten Tisch ein gediegenes Essen geniessen, gleitet das Boot auf dem Lake Powell dahin, auch hier vorbei an einmaligen Felsformationen. Der Lake Powell wird durch den gestauten Colorado River gebildet – er versorgt sieben US Bundesstaaten und Teile Mexikos mit Wasser. Es ist der zweitgrösste Canyon der Welt, der überflutet wurde, er ist 300 km lang und hat 3’000 km Ufer! – gilt als einer der wunderbarsten Orte des Südwestens der USA.

Sunset auf dem Lake Powell

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Das Licht der untergehenden Sonne vergoldet die Felsen und die Oberfläche des Sees - wir fühlen uns wie im Märchen!

Am nächsten Morgen nehmen wir an einer Fahrt zur berühmten Rainbow Bridge teil.

unterwegs zur Rainbow-Bridge

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Die Hin- und Rückfahrt mit dem Besuch der Brücke dauert 5 1/2 Stunden. Die Rainbow Bridge ist die höchste natürliche Steinbrücke der Welt und ein Heiligtum der Navajo Indianer.

Schon die Fahrt ist eine Wucht – besonders als das Boot in einen Canyon-Arm des Lake Powell einbiegt und die Passage für das Boot zwischen den Felsen immer enger wird!

Engpass

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Am Ende dieses Arms kommen wir zu einem Anlegesteg – von hier geht es zu Fuss weiter.

unser Boot und der Fussweg zur Brücke

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Nach einem kurzen Spaziergang stehen wir vor dem gewaltigen Bogen der Rainbow Bridge! Geformt durch Wind und Wasser, ist es die höchste Naturbrücke der Welt - ca. 88 m hoch und einer Spannweite von 82 m.

Heiligtum der Indianer…                                                   …die Rainbow-Bridge

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Nun geht die Fahrt zurück zur Wahweap Marina. Es war ein unvergessliches Erlebnis!

Wir verlassen Lake Powell und fahren in Richtung Monument Valley, wo wir ein Zimmer im neuerstellten Hotel “The View” gebucht haben. Es ist schon das vierte Mal, dass wir das Monument Valley besuchen, aber zweimal waren wir nur auf der Durchreise und einmal haben wir in der Gouldings Lodge übernachtet – das bisher einzige Hotel beim Monument Valley. Da dies Indianergebiet ist, wurde einzig Harry Goulding die Erlaubnis erteilt ein Hotel auf Indianerland zu bauen, da er sich sehr für die Rechte der Indianer eingesetzt hat - er galt als Vermittler zwischen Indianern und der US Regierung.

Indianer-Hotel “The View”

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Erst im Dezember 2008 wurde ein von den Indianern gebautes und geführtes Hotel im Monument Valley eröffnet. Es ist aus dem roten Sandstein gebaut, wie er hier überall zu sehen ist – so passt sich das Hotel wunderbar der Umgebung an.

Sonnenaufgang vom Hotelzimmer aus

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Wir haben ein Zimmer mit Balkon und direktem Blick aufs Monument Valley und können so vom Zimmer aus den einmaligen Sonnenaufgang erleben.

Auch diese Jahr unternehmen wir eine Fahrt durchs eigentliche Valley – mit unserem Mietauto. Ein einmaliges Erlebnis – auf der Naturstrasse geht die 17 Meilen-Rundfahrt zwischen den bis zu 300 m hohen Sandsteinfelsen hindurch, vorbei an verknorpelten Bäumen, Yukkas und einigen noch bewohnten Indianerbehausungen – sogenannten Hogans.

Bilder sagen mehr als Worte.

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Wir verlassen das Monument Valley und fahren den Mokee Dougway hinauf – kein leichtes Unterfangen – eine 8 Meilen lange, steile, kurvenreiche, teils ungeteerte Naturstrasse mit einigen Spitzkehren, kreuzen unmöglich, Steigung 10% und mehr.

Mokee Dougway

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Oben angekommen, fahren wir zum Goosneck-Overlook… und das hat sich allemal gelohnt!

einmaliger Ausblick auf den San Juan River, der sich hier seit Jahrhunderten den Weg durch die Felsen bahnt.

Nun beschliessen wir diesmal einen Abstecher ins Goblin Valley zu machen. Wir fahren bis Hite UT, wo wir den Colorado River überqueren, der hier zum Lake Powell wird.

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Danach erreichen wir schon bald das Goblin Valley, das sich auf einer Fläche von 12 km² erstreckt. Wind, Wasser und Erosion haben im Laufe von Millionen Jahren aus dem Sandstein des Tales Figuren geformt, welche an versteinerte Pilze oder Kobolde erinnern – daher der Name Goblin Valley (Koboldtal).

Figuren im Goblin Valley

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Von hier aus ist es nicht mehr weit zu unserem heutigen Ziel: Moab.

Ein Ort den wir in den vergangenen Jahren schon öfters besucht haben – ein guter Ausgangsort für Ausflüge – so zum Arches Natl.Park, dem Canyonland, den La Salle Mountains oder ins Colorado River Valley. Wir werden also ein paar Tage bleiben.

Als erstes besuchen wir den Arches National Park – mit seiner weltweit größten Konzentration an natürlichen Steinbögen. Im über 300 km² grossen Parkgebiet sind über 2000 Arches mit einer Öffnung von mindestens 90 cm zu sehen. Der Park ist durch eine Strasse erschlossen, die bekanntesten Arches sind durch kurze Wanderwege von den Strassen zu erreichen.

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Gegen Abend unternehmen wir noch eine kurze Fahrt dem Colorado River entlang, wo man an den steilen Felswänden Petroglyphen sehen kann – in Stein gearbeitete Felsbilder aus prähistorischer Zeit. Anders als Felsmalereien werden Petroglyphen graviert, geschabt oder gepickt und damit in den Fels eingetieft.

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Heute fahren wir zum Canyonland – wo wir nahezu den ganzen Tag verbringen. Der Park umfasst eine Fläche von 1’366 km², hier haben der Colorado und der Green River tiefe Canyons in das Colorado-Plateau geschnitten - so entstand diese faszinierende Landschaft.

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Unter anderem machen wir eine längere Wanderung zu einem Aussichtspunkt, trotz Temperaturen um die 40°C! – aber wir gewöhnen uns langsam an diese zum Glück trockene Hitze.

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Heute ist ein weiterer heisser Tag angesagt, da machen wir uns auf zu den La Salle Mountains. Wir starten frühmorgens – fahren zuerst dem Colorado River entlang…

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…danach geht es durchs Castle Valley und dann beginnt die Steigung hinauf zu den La Salle Mountains – bald ist es nur noch eine Naturstrasse – aber die Gegend ist einmalig!

unterwegs gesehen – Smokey der Bär warnt überall in USA vor Waldbränden – er hat da so seine eigene Geschichte – mehr dazu aber ein andermal.

Ausblick übers Castle Valley

die  3’539 m hohen Haystack Mountain

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Beim Warner Lake unternehmen wir eine kurze Wanderung und fühlen uns wie in den Schweizerbergen -  weidende Kühe, Blumenwiesen, ein Bergsee, Wald…wunderschön.

Auf dem Rückweg nach Moab fahren wir durchs Spanish Valley und kommen dabei am Ken’s Lake vorbei, einem Wasserreservoir und Fischerparadies.

Wir verlassen Moab und ziehen weiter in Richtung Salt Lake City. Da wir diese Stadt aber zuvor schon zweimal besucht haben, lassen wir sie diesmal links liegen. In Park City – einem etwas sehr touristischen Wintersportort, machen wir eine Mittagsrast. Danach fahren wir durch die grosse Salzwüste. Es ist schon beeindruckend – Salz soweit das Auge reicht!

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Danach besuchen wir noch das Air Force Base Museum in Wendover – an der Grenze zu Nevada. Nun geht die Fahrt weiter durch Wüstengebiet – eher etwas langweilig. Wir übernachten in Winnemucca, bevor wir weiterziehen in Richtung Reno. Als willkommene Abwechslung sind da der Humboldt Lake und der Pyradmid Lake, zudem ein kleines Indianer Museum – im Payute Indianer Reservat.

Pyramid Lake

Payute Indianer Museum

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Gegen Abend erreichen wir Reno – die Spielerstadt – auch das “kleine Las Vegas” genannt. Wir übernachten im Circus-Circus Hotel, wo wir am Abend noch durch die Kasinos bummeln.

Es gibt da sogar ein Kinder-Casino! – früh übt sich….!

Kindercasino

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Von Reno aus unternehmen wir einen Tagesausflug an den Lake Tahoe. Es ist gar nicht einfach irgendwo an den See zu gelangen – alles in Privatbesitz. So parkieren wir beim Visitor Center und spazieren auf einem schönen Waldweg zum öffentlichen Badestrand. Von hier hat man eine tolle Sicht auf die kalifornischen Berge.

LakeTahoe

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Auf dem Rückweg nach Reno fahren wir über den 2’712 m hohen Mt. Rose Summit, wo im Jahre 1845 die ersten Siedler mit ihren Planwagen vorbeikamen – auf der Suche nach dem Glück in Kalifornien.

Heute fahren wir von Reno nach Napa im Napa Valley - dies ist zusammen mit dem Sonoma Valley das grösste Weinanbaugebiet Kaliforniens. Das Napa Valley ist ein enges Tal zwischen vulkanischen Berghängen. Wir wohnen in einem heimeligen, privatgeführten Motel.

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Heute Abend haben wir eine Bahnfahrt durchs Napa Valley gebucht – in einem Panoramawagen mit Delux Dinner! Der Zufall will’s, dass heute gerade Vollmond ist! – so erleben wir eine einmalige Fahrt durch dieses malerische Tal, während wir mit einem exklusiven 5-Gang Menu verwöhnt werden und dabei den Sonnenuntergang und später eine Vollmondnacht geniessen – unvergesslich!

Sonnenuntergang                                                                                        Vollmondnacht

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Am heutigen Tag wollen wir nun die verschiedenen Weinkellereien besuchen – wie zum Beispiel das Castello di Amorosa – ein mit Original-Material aus Europa nachgebautes Schloss – etwas touristisch, aber sehenswert!!

Vorallem beim Ausblick auf die Umgebung fühlt man sich schon fast ein bisschen wie in der Toskana.

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Ebenso sehenswert sind viele andere Weinkellereien…

 

“Heitz” war mein Mädchenname :-)

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Wir verlassen Napa und fahren nach Sausalito dem kleinen Ort am nördlichen Ende der Golden Gate Bridge. Wie so oft in der Gegend von San Francisco – oder überhaupt an der Westküdte der USA – ist es neblig und man sieht die Skyline von S.F. nur schwach.

Nachdem sich der Nebel etwas gelichtet hat, fahren wir hinauf zum Golden Gate Vista Point, von wo wir eine gute Sicht auf die Golden Gate Bridge haben und auch hinunter zur rauhen Küste, wo sich Seelöwen tummeln.

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Danach überqueren wir die Brücke und fahren zum Golden Gate Park – dies ist einer der grössten innerstädtichen Parks der Welt (5 km lang und 800 m breit). Wir unternehmen einen langen Spaziergang im Park – vorbei an kleinen Seen und einem Wasserfall, erfreuen uns an den vielen Blumen, schönen Spazierwegen, lauschigen Plätzchen und entdecken sogar eine echt holländische Windmühle.

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Als nächstes machen wir einen Bummel auf dem Pier 39, einem Teil der berühmten Fisherman’s Wharf, einer ehemalige Bootsanlegestelle, die heute ein ganzjähriger Rummelplatz ist, mit Souvenir-Läden, Restaurants und einem Aquarium.

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Weiter geht es nun zum berühmten Cable Car  – das aber bereits so überfüllt ist, dass wir auf eine Fahrt verzichten.

CableCar in San Francisco

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Unser nächstes Ziel ist der Telegraph Hill mit dem Coit Tower. Wir erklimmen den Turm und werden mit einer einmaligen Aussicht über San Francisco und Alcatraz belohnt.

Ausblick über Alcatraz, dem ehemaligen Hochsicherheitsgefängnis

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Wir fahren danach noch zur Badebucht von San Francisco und kommen dabei an einem interessanten Aussichtspunkt vorbei – hier sieht man sehr gut den Verlauf der San Andreas Verwerfung…

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der San Andreas Fault, wo die beiden Kontinentalplatten aufeinander treffen und durch ihre Reibung eine Spannung erzeugen, die dann zu Erdbeben führt.

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Heute verlassen wir San Francisco und fahren nun der Pazifikküste entlang in Richtung Los Angeles – eine faszinierende Route. Die Küste ist meist schroff und rauh. Wir halten unterwegs immer mal wieder an, sei es zum Besuch eines Leuchtturms, dem Bummel durch einen Farmer’s Market oder um Seelöwen zu beobachten.

entlang der Pazifikküste

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Auch machen wir einen Spaziergang im Pfeiffer Big Sur State Park mit seinen riesigen Redwood Trees oder geniessen die Aussicht auf idyllische Buchten – wie hier beim Mc Way Fall im Julia Pfeiffer Burns State Park.

 

Pfeiffer State Park

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In San Simeon finden wir nach langem Suchen das Motel, wo wir übernachten. Es liegt direkt am Meer und wir geniessen beim Abendessen den Sonnenuntergang.

Oberhalb San Simeon wäre da noch das Hearst Castle zu besichtigen – ein schlossartiges Anwesen, das in den 1920er Jahren vom Zeitungsverleger William Randolph Hearst auf einem Hügel erbaut wurde. Soll sehenswert sein. Da wir uns aber sonst noch so Vieles vorgenommen haben, besuchen wir nur den Eingang mit dem Visitor Center und beschliessen dananch weiterzufahren.

Den nächsten Halt legen wir bei der Mission San Luis Obispo de Tolosa ein – einer der vielen Spanischen Missionen in Kalifornien  Der Zweck dieser Missionsstationen war, neben der Missionierung der indigenen Bevölkerung zum Christentum, die Behauptung und Festigung der Besitzansprüche der spanischen Krone an der Pazifikküste.

gegründet anno 1772

  

wunderschöne Gartenanlage

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Auf der Weiterfahrt besuchen wir noch ein riesiges Gartencenter und kurz danach eine Straussenfarm.

Was man nicht verpassen darf, ist das Dänische Dorf Solvang – es wurde 1911 von einer Gruppe dänischer Pädagogen auf ehemaligem spanischen Missionsland gegründet. Diese errichteten dort zunächst eine Volksschule und später ein College. Durchgängig im dänischen Fachwerkhausstil gehalten, hat sich Solvang zu einer bedeutenden Touristenattraktion entwickelt. Die Stadt bietet mit dänischen Bäckereien, Restaurants und Geschäften einen Hauch Dänemark im sonnigen Kalifornien.

natürlich gönnen wir uns hier einen Kaffee und ein Dänisches Gebäck!

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Unser nächstes Ziel ist Santa Barbara, wo wir etwas ausserhalb übernachten. Dabei geniessen wir vom Motelzimmer aus einen schönen Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen sind wir schon recht früh unterwegs – wir spazieren durch den Botanischen Garten von Santa Barbara – ein Park mit vorallem einheimischen Pflanzen.

dabei lernen wir noch einiges über den Eichel-Specht.

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Inzwischen hat auch die Mission Santa Barbara ihre Tore geöffnet.

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…eine der vielen Spanischen Missionen in Kalifornien - sie wurde 1786 gegründet und war die 10. von insgesamt 21 Franziskanermissionen in Kalifornien.

Heute ist Santa Barbara eine große Stadt, ein Anziehungspunkt für Touristen und ein Prominentenwohnort. Verglichen mit anderen kalifornischen Städten blieb hier der spanisch-mexikanische Einfluss im Stadtbild erhalten. Santa Barbara ist die teuerste Wohngegend in USA.

Santa Barbara

 

Heute erreichen wir unser letztes Ziel dieser Reise – Los Angeles. Das heisst wir lassen uns in Santa Monika nieder, wo wir die nächsten Tage in einem Hotel gleich beim Santa Monica Pier wohnen werden. Ebenfalls ganz in der Nähe des Hotels befindet sich die Shopping-Meile von Santa Monica, die…

ThirdStreet Promenade, wo wir am Abend noch einen Shopping-Bummel machen.

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Heute fahren wir in Richtung Hollywood, dann hinauf zum Griffith Observatory, von wo wir eine einmalige Aussicht über L.A. haben, die zwar wie immer vom Smog getrübt ist.

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Selbstverständlich müssen wir noch ein paar Fotos vom Hollywood Sign machen, bevor wir zurück in die Stadt fahren.

Als nächstes besuchen wir die berühmte Wayfarer’s Chapel in Palos Verdes etwas ausserhalb L.A. Diese Kapelle wurde 1951 ganz aus Glas gebaut und ist umgeben von Redwood Bäumen - wunderschön – man fühlt sich, als wäre man mitten im Wald, aber geborgen in der wunderbaren Atmosphäre der Glaswände. Viele bekannte Persönlichkeiten haben hier geheiratet und es wurden schon einige Filmszenen gedreht.

Wayfarer’s Chapel, auch the “Glass Church” genannt.

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Nicht weit entfernt steht der Leuchtturm von Palos Verdes

Den heutigen Abend verbringen wir auf dem Santa Monica Pier – einem Vergnügungsviertel mit Bahnen, Shops, Restaurants, sowie vielen Strassenmusikern und anderen Künstlern.

SantaMonica Beach vom Pier aus gesehen

Vergnügungen aller Art

Immer wieder wird man daran erinnert, dass am Pazifik in Santa Monica die Route 66 endet.

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Den heutigen Tag beginnen wir mit einem Ausflug in die San Bernardino Mountains - ein Ort den wir jedesmal besuchen, wenn wir in der Gegend sind. So nahe der Grossstadt liegt dieses wunderschöne Gebiet mit seinen Bergen, Wälder, Seen und noch viel unberührter Natur – im Winter ein Skigebiet.

BigBear Lake                                                                                   und Silver Lake

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Zurück in Santa Monica, unternehmen wir einen Bummel nach Venice Beach – was man keinefalls missen darf. Hier ein treffender Artikel, den ich im Internet gefunden habe: Das schillernde Publikum aus allen erdenklichen Typen von Menschen verleiht Venice Beach eine ganz besondere Atmosphäre, die Besucher aus aller Welt anzieht. Man weiß nie, was einen auf dem berühmten Venice Boardwalk erwartet, der palmengesäumten Promenade, die am Meer entlang verläuft. Vielleicht ein Gitarre spielender Skateboarder oder ein Kettensägen-Jongleur, gemeinsam mit Bikini-Schönheiten, Bodybuildern und verschiedensten Akrobaten, Musikern und Künstlern, die alle um Ihre Aufmerksamkeit wetteifern. Sie werden vielleicht sogar einen oder zwei NBA-Spieler auf den Basketballfeldern am Strand sehen, wo einige der besten Streetball-Spiele des Landes stattfinden. Geschäfte und Restaurants säumen den Boardwalk, genau wie Straßenverkäufer, die Schmuck, Sonnenbrillen und Kleidung anbieten. Oder lassen Sie sich Ihre Zukunft von einem Wahrsager oder Tarot-Kartenleger deuten. Es gibt (fast) nichts was es hier nicht gibt!

Wir gehen zu Fuss, aber da sind wir schon ziemliche Aussenseiter – gibt es doch so viele bequemere Fortbewegungsmittel!

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Hier ein paar Eindrücke von Venice Beach

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Heute kommen unser Sohn und seine Freundin aus der Schweiz in L.A. an – sie werden ihren Urlaub ebenfalls im Westen der USA verbringen. Natürlich holen wir sie  am Flughafen ab und verbringen unseren letzten Abend gemeinsam mit ihnen.

Der letzte Morgen unseres USA-Aufenthaltes ist da. Unser Flug geht aber erst am späten Nachmittag, so beschliessen wir noch einen Ausflug der Küste entlang zu machen. Als erstes besuchen wir das Fisherman’s Village im Hafen von Marina del Rey. Als wir vor ein paar Jahren hier waren, gab es noch unzählige kleine Shops, aber es scheint als spürten man auch hier die Wirtschaftskrise – die meisten Läden sind geschlossen und leer.

Pelikane fühlen sich wohl hier.

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Unsere weiteren Ziele sind Huntington Beach, Newport Beach und Laguna Beach, wo wir noch ein bisschen Shopping betreiben, auf ein Pier hinausspazieren oder einfach die Strände geniessen.

Nun gilt es aber endgültig Abschied zu nehmen, das Mietauto zurück zu bringen und uns am Flughafen einzufinden.

Nach einem angenehmen aber langen Flug, landen wir glücklich in Zürich – nach fünf interessanten, abwechslungsreichen und pannenfreien Wochen im Westen der USA.

 

 

 

 

 

 

 

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