Endgespiesene Drahtantenne

Eine endgespeiste Antenne besteht aus einem einfachen Draht , der normalerweise für das höchste ( z.B. 80 m ) zu betreibende Amateurband ausgelegt wird, sowie einem Gegengewicht ( Radial , Erdpotential etc.)

Diese „endgespiesene Antenne“ ergibt den Vorteil, dass mehrere Amateurbänder 80 / 40 / 20 / 10 m mit einem  endgepiesenen Draht und Gegengewicht ( Matchbox notwendig ) abdeckt werden können.

Der Nachteil ist jedoch, dass wir es bei einer Antennenlänge von genau λ/2 ( resp. deren Vielfaches  von 10 – 80 m )  mit einer „Spannungsspeisungen“ zu tun haben, die jeweils pro Band  eine Impedanz von ca. 2000 – 3000 Ω aufweisen.

Der Anschluss an die erheblich niedrigere Impedanz von 50 Ω des Transceivers etc. kann somit nicht direkt erfolgen, weil dies ausserhalb des Regelbereichs eines „normalen Antennentuners“ liegt.

Wir müssen dies also mit einer der verschiedenen Möglichkeiten einer Spannungsspeisung 2500 Ω / 50 Ω realisieren.

Es gibt dazu folgende Lösungsmöglichkeiten :

  • Fuchskreis  oder „falscher“ Fuchskreis
  • Balun 1 : 9 ( 2500 / 9 = ca. 270 Ω und dann Matchbox ) oder direkt
  • BALUN 1 : 50 ( 2500 Ω / 50 Ω und Matchbox )
  • Zeppelin – Anspeisung ( mit λ/4 Hühnerleiter 450 Ω, oder Koax-Stub sowie Matchbox )
  • Weitere Möglichkeit : Die Länge des Antennendrahtes nicht genau auf λ/2  dimensionieren , sondern so wie es im „Manual MFJ für Antennentuner“ steht auszulegen.
  • Details : siehe Zeichnungen HB9LCD am Schluss dieses Berichtes .
  • Also, wie gesagt, wir müssen dieses Problem umgekehrt angehen und den endgespiesenen Draht nach den Regelmöglichkeiten des Antennentuners auslegen !!
  • ( Tipp HB9LCD )

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Info

Endgespiesene Drahtantenne

Auf einer 40 m langen Draht also genau λ/2,  80 m Band mit Spannungsspeisung  schwingen die Wellen ( gezeichnet ist nur der Strom ) wie folgt :

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Quelle : HB9LCD

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Es sind dies:

  • 80 m Band: 40 m lang 1 x λ/2  ( schwarz )
  • 40 m Band: 40 m lang 2 x λ/2  ( grün )
  • 20 m Band: 40 m lang 4 x λ/2  ( blau )
  • 10 m Band: 40 m lang 8 x λ/2  ( rot )
  • Für jedes Band muss eine entsprechende Spannungsanpassung an der Matchbox vorgenommen werden !
  • Es ist ein Tuner mit grossem Regelbereich gefragt

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Das Strahlungsmuster ist bei 1 x λ/2 wie bei einem normalen Dipol und verändert bei andern Antennenlängen  gemäss der nachstehenden Zeichnung wie folgt:

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Quelle:  Internet

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Will man eine Strahlung – Muster ( 40 / 20 / 10 m ) wie bei λ/2 80 m haben, muss die Langdrahtantenne entsprechend der Frequenz ( 7.1 / 14.25 / 28.5 MHz ) auf 20 /10 / 5 m gekürzt werden.

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Info

Vergleich: Dipol mit Anspeisung in der Mitte 50 – 75 Ω 

Bei einem Dipol mit Anspeisung in der Mitte ( Stromspeisung ), kann dieser nur für die ausgelegte Frequenz ( hier 80 m, schwarz gezeichnet ) direkt mit Koaxialkabel 50 Ω und Balun 1:1 und oder Mantelwellensperre benützt werden.

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Quelle : HB9LCD , Strom gezeichnet

Es sind:

  • 80 m Band: 40 m lang 1 x λ/2  ( schwarz )
  • 40 m Band: 40 m lang 2 x λ/2  ( grün )
  • 20 m Band: 40 m lang 4 x λ/2  ( blau )
  • 10 m Band: 40 m lang 8 x λ/2  ( rot )

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  • Strom Speisung

– Strombauch nur für die Grundfrequenz benützbar ( 80 m, schwarz ) ca. 50 – 75 Ω am Speisepunkt, Mitte !

  • Spannungsspeisung

– Stromnulldurchgänge für die Frequenzen ( 40 m grün / 20 m blau / 10 m rot ) ca. 2500 Ω , Kann nicht direkt oder beschränkt benützt werden !

Mit der Mittenanspeisung ist es also nur möglich, die zu Grunde gelegte λ/2 Lambda Antenne zu betreiben !

Die endgespiesene Draht – Antenne hat da die Vorteile einer Multiband – Antenne !

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Es gibt aber noch andere Möglichkeiten :

z.B die FD3 / FD4.

Hier erfolgt die Anspeisung bei 1/3 resp. 2/3 der Antenne bei einer Impedanz von ca. 200 – 300 Ω, Balun 1:4 /1:6

Beispiel FD4, ( Info )

Quelle Internet ( nicht Bestandteil dieses Berichtes )

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Zurück zur endgespiesenen Draht – Antenne

Was es für Möglichkeiten gibt , eine Langdrahtantenne mit einer üblichen Matchbox an die 50 Ω des Transceivers anzupassen, sei im folgenden Abschnitt beschrieben.

Wenn man das mitgelieferte „Manual“ zur  Matchbox ( z.B: MFJ ) liest, so wird empfohlen folgende nachstehend aufgezeigten Antennen Längen  zu verwenden, welche sich mit dem Anpassgerät (Matchbox) auch „matchen“ lassen ( im Bereich bis ca. 1 : 10 ! )

In den Zeichnung für das 80 und 40 m Band sieht man welche diese optimalen Längen sind und welche man vermeiden sollte, weil sie ausserhalb des Regelbereichs des Tuners liegen

Es ist klar, es geht darum den optimalen Regelbereich des Antennentuners also ca. 200 – 500 Ω zu finden ( 1: 4 – 1 :10 )

Nicht vergessen werden sollte bei einer endgespiesenen Draht-Antenne, das Gegengewicht resp. Erdpotential.

Zweck : Der HF- Stromkreis muss geschlossen werden. Sehr Wichtig !!

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80 m Band

 

Bemerkung : ( Frequenz und Verkürzungsfaktor beachten ! )
  • Oberes 80 m Bandsegment :   ca. 27.4 m / Unteres Bandsegment ca. 31.1 m
  • Oberes 80 m Bandsegment :   ca. 48.8 m / Unteres Bandsegment ca. 50.6 m

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40 m Band

 

Bemerkung : ( Frequenz und Verkürzungsfaktor beachten ! )
  • Oberes 40 m Bandsegment :   ca. 12.8 m / Unteres Bandsegment ca. 15.8 m
  • Oberes 40 m Bandsegment :   ca. 22.2 m / Unteres Bandsegment ca. 25.3 m
  • Oberes 40 m Bandsegment :   ca. 34.2 m / Unteres Bandsegment ca. 37.5 m

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Viel Erfolg

73. HB9LCD Ruedi