Bandpläne Amateurfunk 160 m bis 10 m

 

 


 

Übersicht :

 

  • 160 m :       1843 kHz    –     2000 kHz        alle Betriebsarten
  •   80 m :       3600 kHz    –     3800 kHz        alle Betriebsarten
  •   40 m :       7050 kHz    –     7200 kHz        alle Betriebsarten
  •   20 m :     14101 kHz    –   14350 kHz        alle Betriebsarten
  •   17 m :     18068 kHz    –   18168 kHz        alle Betriebsarten
  •   15 m :     21151 kHz    –   21350 kHz        alle Betriebsarten
  •   12 m :     24931 kHz    –   24990 kHz        alle Betriebsarten
  •   10 m :     28225 kHz    –   29700 kHz        alle Betriebsarten

 


 

 

160 m – Band

 

  • 1843 kHz – 2000 kHz       alle Betriebsarten
  • Dieses Band hat seine besonderen Liebhaber. Da es praktisch nur in den Nachtstunden zur Überbrückung grösserer Entfernungen brauchbar ist, wird es von den Funkamateuren oft als „Nachteulenband“ bezeichnet
  • Der atmosphärische Störpegel ist hoch !
  • Die Eigenschaften sind etwa so wie im „Mittelwellenbereich“.

 

Ausbreitungsbedingungen

Tags :

  • Die Ausbreitung erfolgt tagsüber über die Bodenwelle.

Nachts :

  • Grössere Entfernungen können nur Nachts überbrückt werden, wobei die besten DX – Bedingungen im Winternächten auftreten.

 

 


 

 

80 m – Band

3600 kHz – 3800 kHz       alle Betriebsarten

  • Im Amateurfunk wird das 80 m Band für den lokalen Funkverkehr genutzt.
  • Der Grund dafür ist, dass DX –  Bedingungen also Flachstrahlung nur mit horizontalen Antennen die 0.5 λ über dem Boden aufgestellt sind. Dies bedeutet im 80 m – Band, dass die Antenne 40 m über der Erde aufgestellt werden müsste, was wohl außerhalb der normalen Möglichkeiten eines Amateurfunkers liegt.
  • Wer die Möglichkeit besitzt die Antenne auf dieser Höhe aufzubauen, kann durchaus nachts weltweite Verbindungen tätigen.

 

Ausbreitungsbedingungen

Tags :

  • Die Ausbreitung erfolgt tagsüber über die Bodenwelle. Reichweite von ca. 500 km

Nachts :

  • Nachts kann auf Grund der Raumwelle mit  Reichweiten von 4000 km gerechnet werden.

 


 

40 m – Band

 

7050 kHz – 7200 kHz     alle Betriebsarten

  • Aufgrund der guten, wenn auch durch die D – Schicht tagsüber gedämpften Ausbreitungsbedingungen auch „Europa-Band“ genannt.

 

Ausbreitungsbedingungen

Tags :

  • Gute Bedingungen für NVIS am Tage, besonders bei hoher Sonnenaktivität.  Tote Zonen ohne, wenn Antenne nicht nach NVIS aufgebaut, ca. 100 km sonst Reichweiten bis 1000 km ( evt. bis 2000 km )

Nachts :

  • Nachts sind Funkverbindungen mit allen Kontinenten möglich. Größte Reichweiten erreicht man auf dem Ausbreitungpfad Nachtseite der Erde. ( absorbierende D – Schicht fehlt )

 

 


 

 

20 m – Band

 

14101 kHz – 14350 kHz     alle Betriebsarten

  • Das 20 m Band ist ein klassische Weitverbindungsband ( DX – Band )

 

Ausbreitungsbedingungen

Tags :

  • Bei Sonnenfleckenmaximum ist das 20 m Band praktisch tags und auch nachts verwendbar.
  • Bei Sonnenfleckenminimum ist das 20m Band nur tags benutzbar. Die tote Zone beträgt mehr als 1000 km!

Nachts :

  • Bei Sonnenfleckenmaximum ist das Band fast die ganze Nachts verwendbar. –
  • Bei Sonnenfleckenminimum leider nur Rauschen!

 

 


 

 

17 m – Band

 

18068 kHz – 18168 kHz     alle Betriebsarten

  • Das 17 m –  Band ist seit 1982 für den Amateurbetrieb zugelassen
  • Das 17 m – Band ist ein ausgesprochenes Weitverbindungsband ( DX ) das stark von der Sonnenfleckentätig abhängt. Atmosphärische Störungen sind eher selten.
  • Das 17 m – Band ist nicht stark belegt und sollte von den Amateurfunkern besser genutzt werden.

 

Ausbreitungsbedingungen

 

Tags :

  • Bei Sonnenfleckenmaximum sind fast durchgehend Weitverbindungen ( DX ) möglich.
  • Bei Sonnenfleckenminimum vereinzelt möglich

Nachts :

  • Bei Sonnenfleckenminimum leider nur Rauschen!

 

 


 

 

15 m – Band

21151 kHz – 21350 kHz         alle Betriebsarten

  • Gelegentlich können Reflexionen an der E – Schicht auftreten. Dann sind Funkverbindungen über 2000 km möglich. Atmosphärische Störungen haben keine Auswirkungen auf das Band.

 

Ausbreitungsbedingungen

Tags :

  • Bei Sonnenfleckenmaximum sind während den Sommermonaten Weitverbindungen ( DX ) mit kleinen Ausgangsleistungen möglich.
  • Bei Sonnenfleckenminimum sind in den Sommermonaten kurze Bandöffnungen möglich.
  • Im Winter kann es zu Totalausfällen des 15m Bandes kommen

Nachts :

  • bedingt brauchbar

 

 


 

12 m – Band

 

12 m        24931 kHz – 24990 kHz       alle Betriebsarten

  • Das 12 m –  Band ist seit 1982 für den Amateurbetrieb zugelassen
  • Es ist ein „Tages DX Band“ ähnlich dem 10 m Band
  • Das 12 m – Band ist nicht stark belegt und sollte von den Amateurfunkern besser genutzt werden.

 

Ausbreitungsbedingungen

Tags :

  • Bei Sonnenfleckenmaximum sind während den Sommermonaten Weitverbindungen ( DX ) mit kleinen Ausgangsleistungen möglich.
  • Bei Sonnenfleckenminimum sind Interkontinental Verbindungen nicht mehr möglich.

Nachts :

  • bedingt brauchbar

 

 


 

 

10 m – Band

 

28225 kHz – 29700 kHz         alle Betriebsarten

  • Bei einer Antennenaufstellung im flachen Gelände hat man im 10 m – Band eine Reichweite von 20 bis 30 km. ( Bodenwelle ) –
  • Auf höheren Positionen z.B. einem Hügel erreicht man mit der Bodenwelle grössere Distanzen.

Weitere Einflüsse sind :

  • Sendeleistung und bei grosser Sonnenfleckentätigkeit die Ionosphäre. Der Übertragungsweg über die Raumwelle muss sich auf der Tagseite der Erde befinden.
  • Bei hoher Anzahl von Sonnenflecken sind aber auch tagsüber interkontinentale Verbindungen selbst mit kleinster Sendeleistung ( weniger als einem Watt ) und kleinen Antennen möglich.
  • Das 10 m – Band mit einem Frequenzbereich von 28’000 kHz bis 29’700 kHz bildet den Übergang zur Ultrakurzwelle und man bemerkt atmosphärische Störungen ( Gewitter ) und künstliche Störungen  ( Zündfunken etc. )

Interessant ist die Sendeart FM, ein Audioerlebnis gegenüber SSB.

 

Ausbreitungsbedingungen

Tags :

  • Die Übertagung der 10 m Funkwellen für DX muss auf der Tagesseite der Erde erfolgen.
  • Über diese Raumwellenausstrahlung erreicht man Funkstationen in mehr als 2’000 km Entfernung Bei Sonnenfleckenmaximum sind tagsüber interkontinentale Verbindungen mit sehr kleinen Sendeleistungen möglich.
  • Bei Sonnenfleckenminimum sind nur gelegentlich von ( Mai bis August ) Weitverbindungen bis zu 2.000 km über die E-Schicht zu erreichen

Ein interessantes Band, das leider in den letzten Jahren nicht viel zu gebrauchen wahr.

Nachts :

  • Wie erwähnt der Übertagungsweg muss über die Tagesseite erfolgen. Nur in niedrigen geographischen Breiten ist auch nach der Dämmerung ( Nacht ) Funkverbindungen über die Raumwelle möglich.

 

 


 

Viel Erfolg, gut DX, HB9LCD