Toskana Sept. 2011

4. – 20.Sept. 2011    (Verfasser: Brigitte)

Sonntag 4.Sept.

Wir starten um 7 Uhr in Weinfelden bei bedecktem Himmel, aber ohne Regen. In der Raststätte Thusis gönnen wir uns eine Pause mit Frühstück. Danach geht die Fahrt über den San Bernardino nach Tenero. Es hat nur wenig Verkehr, so sind wir um 11:30 Uhr schon auf dem Campingplatz Tamaro – wo wir von unseren Freunden erwartet werden. Kurz vor Tenero hat es angefangen zu regnen – und zwar in Strömen! So parkieren wir den Camper auf den Stellplatz, ohne etwas auszuladen und lassen uns gleich von unseren Freunden zum Kaffee einladen – danach auch noch zu einem Glas Wein. So verbringen wir einen gemütlichen Nachmittag im Trockenen.   Am Abend kochen wir alle gemeinsam Znacht - dabei stellen wir das Vorzelt auf, so können wir alle zusammen im Trockenen ein feines Abendessen geniessen. Dabei geht es wie immer lustig zu und her!

Montag 5.Sept.

Es hat die ganze Nacht hindurch geregnet, doch am Morgen hellt sich der Himmel auf und es gibt einen recht sonnigen Tag.

Nach dem Frühstück nehmen Ruedi und ich das Gratis-Schiff, das uns direkt vom Campingplatz nach Locarno bringt. Wir bummeln durch die Stadt, lädelen, fötelen und spazieren bis zur Burg am Stadtrand von Locarno.

Mittagessen geniessen wir auf der Piazza.

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Zurück zum Campingplatz nutzen wir wieder das Angebot des Gratis-Schiffes. Nach einem Ruhenachmittag – plaudernd mit unseren Freunden – gehen wir am Abend alle zusammen ins Restaurant des Campingplatzes fein essen. Wir können draussen sitzen, es ist ein milder Abend mit einer wunderschönen Abendstimmung.

Dienstag 6.Sept.

Nach einer windigen Nacht begrüsst uns ein wolkenloser Tag. Unsere Freunde fahren heute nach Hause. Wir jedoch beschliessen, auch heute wieder mit dem Schiff nach Locarno zu fahren. Dort nehmen wir die Zahnradbahn bis zur Madonna Del Sasso und von dort die Seilbahn hinauf nach Gardada. Nach einem kurzen Spaziergang durch ein kühles Wäldli bringt uns ein Sessellift hinauf auf den Cimetta.

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Oben angekommen, machen wir noch einen kurzen Aufstieg zum Aussichtspunkt, von wo man eine traumhafte Aussicht auf den Lago Maggiore und die schneebedeckten Viereinhalb-Tausender (Monte Rosa und Dufourspitze) hat.

Auf der Terrasse des Bergrestaurant Cimetta gönnen wir uns das Mittagessen, während wir die herrliche Aussicht geniessen. Am Nachmittag machen wir auf Gardada einen längeren Zwischenhalt, spazieren in der Gegend herum und besuchen die berühmte “Passerelle“ (Aussichtsplattform)  - jedesmal lohnenswert!

Wieder unten in Locarno, beschliessen wir diesmal den Bus zu nehmen, der uns bis ganz nahe zum Campingplatz bringt.

Mittwoch 7.Sept.

Wieder weckt uns ein sonniger Tag. Und auch heute nehmen wir wieder das Schiff nach Locarno und steigen dort um ins Schiff nach Luino in Italien, wo heute Markt ist. Wir haben schon viele grosse Märkte gesehen – aber so etwas!!! Es hat auch entsprechend viel Volk.

Markt in Luino

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Herumschlendern macht müde, so machen wir Mittagspause in einem Beizli in Luino. Am Nachmittag geht’s per Schiff wieder zurück in Richtung Locarno. Wir beschliessen aber schon in Ascona auszusteigen und noch ein bisschen in diesem hübschen Ort zu flanieren. In Ascona machen wir auch noch ein paar Einkäufe, bevor wir den Bus nach Tenero nehmen, der uns wieder bis nahe zum Campingplatz bringt.

Donnerstag 8.Sept.

Heute verlassen wir Tenero und fahren bei heissem, leicht wolkigem Wetter entlang des Lago Maggiore bis Intra und von dort in ein Seitental zum Lago di Orta. Freunde von uns gaben uns diesen Tipp. Schon um 11 Uhr sind wir auf dem Campingplatz in Orta und bekommen dort einen tollen Stellplatz

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…direkt am See. Zum Mittagessen backe ich eine Zwetschgenwähe – mit Früchten, die ich noch vom Nachbar zu Hause bekommen habe. Am Nachmittag machen wir uns auf ins nahegelegene Städtchen Orta – ein wirklich idyllischer Ort auf einer kleinen Halbinsel. Man sagt, Orta sei die vernachlässigte Perle Norditaliens. Wir spazieren kreuz und quer durch die herzigen Gassen und gönnen uns in einem Restaurant am See einen Coupe.

Danach bringt uns ein “Zügli” eine grosse Strecke in Richtung Campingplatz.

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Wieder zurück, geniessen wir einen ruhigen, erholsamen Abend vor dem Camper, bis zum Sonnenuntergang.

Freitag 9.Sept.

Reisfelder im Piemont und der Fluss Po

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Ein wolkenloser Morgen – wir fahren früh los in Richtung Süden – auf der Autobahn durchs Piemont, dann um Genua herum bis nach Chiavari an der Ligurischen Küste. Wir waren vor zwei Jahren schon mal hier und wählen wieder denselben Campingplatz – er liegt direkt am Meer, ist zwar sehr einfach eingerichtet und trotzdem gefällt es uns hier. Die Besitzer sind zwei sehr hilfsbereite Männer (Vater und Sohn), sie helfen uns einparkieren, da der Platz sehr eng ist und sie sind auch sonst immer zur Stelle, wenn man etwas braucht oder Fragen hat. Über Mittag gehe ich im Meer schwimmen – es ist sehr erfrischend – denn das Thermometer zeigt 30° an.

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Am Nachmittag spazieren wir in die Stadt, entlang der schönen Promenade. Wir bummeln durch die vielen Gassen, besichtigen Kirchen und legen Pausen ein, mal bei einem Käfeli in einer idyllischen alten Cafeteria, dann mal bei einer Pizza in einem kleinen Restaurant.

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Am späteren Abend sitzen wir noch ein bisschen ans Meer und sind froh, dass es etwas kühler wird.

Samstag 10.Sept.

Heute schlafen wir etwas länger – obwohl uns auch heute Morgen wieder die Sonne vom wolkenlosen Himmel entgegenlacht. Nach einem ausgiebigen Frühstück spazieren wir wieder in die Stadt mit Ziel Botanischer Garten. Da heute gerade Flohmarkt ist, bummeln wir zuerst durch alle Gassen, denn die ganze Stadt ist voller Marktstände!! – was da alles zum Kauf angeboten wird! – von echten Antiquitäten bis zu Schrott ist alles zu haben. Es findet aber auch gleichzeitig ein Gemüse- und Blumenmarkt statt – die gefallen mir schon besser!

Shoppingstrasse in Chiavari und der Eingang zum Botanischen Garten

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Danach schlendern wir durch den Botanischen Garten – eine wunderschöne, leider etwas vernachlässigte Anlage – aber das macht den Park irgendwie romantisch. Vom Park aus hat man eine gute Sicht über die Stadt Chiavari.

 

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Herumschlendern macht müde - so suchen wir uns ein nettes Restaurant, wo wir “Gnocchi alla Tartuffo” essen. Danach machen wir uns auf den Weg zurück zum Camper.

Nach etwas Siesta, gehen wir schwimmen und sünnelen. 

Am Abend machen wir uns nochmals auf in die Stadt zum Abendessen in einer Pizzeria. Danach geniessen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang am Strand.

Sonntag 11.Sept.

Heute werden wir das nahegelegene Portofino besuchen, das heisst wir spazieren zum Bahnhof, wo wir den Zug nach Rapallo nehmen (es sind nur 2 Stationen). In Rapallo besteigen wir das Schiff, das uns über Santa Margherita nach Portofino bringt.

Und die Reise hat sich gelohnt!! Ein ehemaliges Fischerdorf in einer Bucht gelegen, hat sich zu einem sehenswerten Touristenörtchen gemausert – mit vielen netten Restaurants und hübschen Shops. Als erstes kaufen wir für uns je einen Sonnenhut, denn wir haben unsere im Camper vergessen – und es ist extrem heiss.

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Danach spazieren wir hinauf zur etwas höher gelegenen Kirche, von wo man eine gute Sicht aufs weite Meer hat – und natürlich auf Portofino.

Um 15 Uhr fahren wir mit Schiff und Bahn wieder zurück nach Chiavari.

Da es heute über 30° heiss ist, gehen wir wieder schwimmen und kühlen uns so etwas ab.

Zum Abendessen haben wir einen Tisch reserviert in einem sehr gediegenen Restaurant, nicht weit vom Campingplatz entfernt, wo wir auf der Terrasse direkt am Meer sitzen können. Es gibt Champagner und Apéro Häppchen, danach einen schönen gemischten Salat mit Olivenbrot und zum Hauptgang ein Steak vom Grill mit Pilzen, dazu ein Wein aus der Region. Zum Dessert gönnen wir uns noch Meringues und frische Erdbeeren mit Glacé. Genuss total! …zumal noch der Vollmond am Himmel steht!!!

Montag 12.Sept.

Da mich heute mein “Hexenschuss” plagt, bleibe ich liegen und schicke Ruedi alleine auf eine Schifffahrt entlang der Küste von Cinque Terre. Ich faulenze, lese, schreibe am Reisebericht und schaue mir einen DVD an (Convoy). Um 19 Uhr kommt Ruedi begeistert nach Hause – es sei eine interessante Schifffahrt gewesen mit einem stündigen Aufenthalt in Vernazza.

Am Abend grillieren wir. Es war wieder ein sehr heisser wolkenloser Tag, zum Glück kühlt es nachts etwas ab – aber das Thermometer fällt auch nachts nie unter 20°!

Dienstag 13.Sept.

Nach dem Frühstück verlassen wir Chiavari und fahren auf der Küstenautobahn bis Pisa, wo wir schon um 11 Uhr auf dem Campingplatz „Torre Pendente“ ankommen. Auch diesen Campingplatz kannten wir schon, es ist ein eher einfacher Platz, hat aber ein schönes Schwimmbad und ein Lädeli -  das Restaurant war allerdings geschlossen.

Nachmittags beschliessen wir in die Stadt zu gehen – es ist wieder wolkenlos und heiss (32°). Vom Campingplatz sind es nur 15 Minuten zu Fuss bis zu den Sehenswürdigkeiten. Wir besuchen den Dom, die Taufkirche fotografieren den Schiefen Turm von allen Seiten

…und schlendern den vielen Souvenirständen entlang, die zwar alle dasselbe verkaufen.

Als wir vor zwei Jahren hier waren, regnete es in Strömen und so zeigt sich die Stadt heute mit einem völlig anderen Gesicht. In einem klimatisierten Restaurant direkt neben dem schiefen Turm essen wir ein Sandwich zum Zmittag und kühlen uns etwas ab. Wie wir das Restaurant verlassen, hält dort grad ein Doppelstöcker-Bus – so steigen wir ein und geniessen eine interessante einstündige Bustour durch Pisa und erfahren über Kopfhörer einiges über die Geschichte der Stadt.

Wieder zurück beim Schiefen Turm, besuchen wir noch das Museum – ist sehenswert! Nun haben wir aber genug Kultur für heute – und machen uns auf den Heimweg.

Wir haben nette Campernachbarn aus dem Tösstal, die die Toskana gut kennen und uns für den morgigen Tag ein paar Tipps geben.

Mittwoch 14.Sept.

Unser heutiges Ziel ist Siena – wir werden aber auf kleinen Nebenstrassen durch die typische Landschaft der Toskana fahren. Nachdem wir über eine halbe Stunde im Kreis gefahren sind (dank GPS!), beginnen wir nochmals in Pisa. Diesmal klappt es und wir finden die richtige Strasse!! – sie führt uns bergauf und -ab durch die hügelige Landschaft mit all ihren kleinen alten Städtchen, die meist zuoberst auf den Hügeln thronen.

Als erste Sehenswürdigkeit besuchen wir Volterra, eine der ältesten Städte der Toskana (ca.3000 Jahre alt), die auf einem Felsen trohnt, der einsam in der Ebene steht. Durch ein imposantes Tor kommt man in die Stadt.

Beeindruckend sind die Stadtmauer, die sehr alten Gebäude (das Museum, die Kirche, das Theater und die Medici-Festung), aber auch viele Shops und Restaurants säumen die Strassen.

Von hier oben aus haben wir auch eine gute Aussicht über die momentan sehr trockene Landschaft der Toskana – weite Gebiete sind einfach braun – vorallem auch darum, weil all die vielen Kornfelder schon abgeerntet und umgepflügt sind. Zwischendurch sehen wir zwar grosse Olivenhaine und Rebgebiete – sind wir doch im Anbaugebiet des Chianti.

Als nächsten besuchen wir Monteriggioni – es ist ein ganz kleines Städtchen auch wieder zuoberst auf einem Hügel, das ebenfalls von einer dicken Stadtmauer mit 14 Wehrtürmen total umschlossen ist – sieht aus wie eine Festung. Wir parkieren auf einem grossen Parkplatz nahe beim Stadttor.

Innerhalb der Mauern zeigt sich ein lieblicher Ort mit netten Restaurants und Shops.

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Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung bis Siena. Wir fahren wieder auf den gleichen Campingplatz wie vor zwei Jahren (Camping Colleverde) – denn er ist sehr gut gelegen und hat sehr grosszügige Stellplätze, total schöne Sanitäranlagen, ein Schwimmbad und zudem ein gutes Restaurant – wo wir am Abend im kühlen Garten unter grossen Bäumen fein essen – Rindsfiletstreifen mit Ruccola und Parmesanblättern, dazu Pasta an Olivenöl und zum Dessert Tiramisù.

Donnerstag 15.Sept.

Wieder kein Wölkli am Himmel. Nach dem Frühstück, nehmen wir den Bus der uns vom Campingplatz direkt ins Zentrum von Siena bringt – in einer “höllischen” Fahrt – unglaublich, wie die Italienischen Busfahrer durch die schmalen, verkehrsreichen Strassen der Stadt rasen können.

Als erstes setzen wir uns auf der Piazza del Campo in den Schatten eines Strassencafés und geniessen den Blick auf den Palazzo Pubblico und den Torre del Mangia.

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Danach besuchen wir den berühmten Dom, der ganz aus schwarzem und weissem Marmor gebaut ist.

Im Innern des Doms findet man den einmaligen Bodenbelag aus gravierten Marmorplatten und Intarsienarbeiten – der ganze Fussboden ist ein einziges Kunstwerk!

Aber auch der Besuch des Museums lohnt sich

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Danach schlendern wir durch die Gassen mit ihren vielen etwas mondänen Läden (Cucci, Armani, Prada, usw.), aber es hat zwischendurch auch ein paar herzige Shops mit typischem Kunsthandwerk aus der Toskana (z.B. Töpfereien, handgemachte Kerzen, viel Geschnitztes aus Olivenholz und überall Pinocchios – der ja aus dieser Gegend stammt). Ich kaufe mir eine kunstvolle Kerze und handgemachte Duftseifen.

Nach einem Stück Pizza zum Zmittag, setzen wir unseren kulturellen Rundgang fort, das heisst wir kaufen ein “all inklusive Ticket” und können so noch die Taufkirche, die Krypta und das Museum besuchen.

Müde vom vielen Treppauf und -ab machen wir uns danach auf den Weg zum Bus – unterwegs kaufen wir in einem schönen Delikatessenladen noch gross ein – unter anderem Spezialitäten aus der Region – z.B. Pecorino-Käse, dann Fiore Panforte (ein kleiner Kuchen aus kandierten Früchten) und anderes Gebäck wie z.B.Cantucci, aber auch Teigwaren, Olivenöl und Gewürze.

Wieder auf dem Campingplatz brauchen wir zuerst mal eine kühle Dusche – es ist inzwischen 35° heiss. Danach relaxen wir im Liegestuhl im Schatten eines Baumes, bis es Zeit ist zum Abendessen – wir gehen nochmals ins Campingplatz-Restaurant – einfach weil’s so gut war.

Freitag 16.Sept.

Auch heute fahren wir wieder über kleine Nebenstrassen, zuerst mal mit Ziel Montepulciano. Wir trinken zu Hause oftmals einen Montepulciano-Wein und wollen doch sehen, wo der herkommt.

Da die Toskana ja bekanntlich sehr hügelig ist und die alten Städtchen meist auf dem höchsten Punkt liegen, ist die Strasse kurvenreich und oft sehr steil – aber kein Problem für meinen Mann und den Camper!

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Besonders sehenswert erscheint uns San Quirico d’Orcia. Und es lohnt sich wirklich durch dieses alte gepflegte Städtchen zu spazieren, durch den Rosengarten zu schlendern und am Stadtrand die Aussicht übers Land zu geniessen.

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Wettermässig ist heute – seit Tenero - der erste Tag, der nicht ganz ungetrübt ist – es hat Schleierwolken und die Sicht in die Weite ist nicht ganz so klar, wie an den vergangenen Tagen. Aber das Thermometer klettert trotzdem auf 35°!

Nach einer interessanten Fahrt kommen wir gegen Mittag nach Montepulciano – ein Ort, den man gesehen haben muss. Wir parkieren auf einem riesigen Camperparkplatz direkt am Stadtrand, wo man auch über Nacht bleiben könnte. Ich frage mich aber schon da, wie ich es schaffe, von da zur Kirche von Montepulciano zu gelangen, die zuoberst in der steil gelegenen Stadt trohnt.

Zum Glück gibt uns ein Franzose, der neben uns parkiert hat, den Tipp, dass es einen kleinen Bus gibt, der von hier auf den höchsten Punkt der Stadt hinauf fährt. Schon diese Fahrt ist ein Erlebnis! – in “Zentimeter-Arbeit” zwängt sich der kleine Bus durch die engen Gassen steil bergauf! Von hier aus schlendern wir gemächlich bergab,

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…vorbei an unzähligen kleinen Shops und Restaurants. Ich muss in benahe jeden Laden hineingehen, denn es wird so viel Schönes angeboten, aber auch Delikatessen und natürlich Weine aus der Region.

Natürlich sind auch all die stattlichen Gebäude sehenswert – die meisten aus der Renaissance. Älter sind die Burg und die Kathedrale, die wir natürlich besichtigen.

Es wurden sogar schon einige bekannte Spielfilme in dieser Stadt gedreht.

Mit wackligen Knien vom steilen Abstieg kommen wir zurück zum Camper und machen uns auf die Fahrt zu unserem heutigen Ziel – dem Feriendorf “Norcenni Girasole” in der Nähe von Florenz. Diesem Platz wurde vom ADAC die Auszeichnung “einer der besten Plätze Italiens” verliehen.

Um 16 Uhr sind wir auf dem Campingplatz. Es ist wirklich ein richtiges Dorf mit 5 Restaurants, einer Gelateria, einem Supermarkt, einem Bazar mit Kleidern, Souvenirs, Büchern und Zeitschriften usw., und einem Wineshop, dann hat es zwei grosse Badelandschaften, einen Fitnessroom, Tennisplätze, Beachvolleyball und vieles mehr.

Abends sind Animation, Livemusik oder Themenabende angesagt.

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Wir haben einen grossen Stellplatz (100m2) unter Bäumen.

Zum Znacht grillieren wir, da wir unterwegs schon eingekauft hatten. Danach geniessen wir noch einen kurzen Spaziergang, denn die Temperatur wird langsam etwas angenehmer – allerdings ist es abends um 21 Uhr immer noch knapp 30° warm!

Samstag 17.Sept.

Wir schlafen heute etwas länger, denn wir bleiben noch einen Tag hier auf diesem Platz mit seinem vielseitigen Angebot.

Wir verzichten darauf ins nahe gelegene Florenz zu gehen, obwohl Bustouren angeboten werden, denn wir haben uns vor 2 Jahren alle Sehenswürdigkeiten angesehen – und die Stadt selbst finde ich nicht sehr attraktiv.

Es ist wieder wolkenlose und kurz vor Mittag schon 35°.

Am frühen Nachmittag steigen wir ins Zügli, das von einem Ende des Campingplatzes zum andern fährt und lassen uns so herumchauffieren.

Poolanlagen des Campingplatzes

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Beim Lagunenbad am oberen Ende des „Dorfes“ steigen wir aus und spazieren von dort zurück zum Camper, auf einem schönen Fussweg, der durch ein kleines  Wäldli führt.

Bis zum Abendessen machen wir noch ein bisschen Siesta – es ist zu heiss um aktiv zu sein.

Heute Abend essen wir auf der Terrasse eines der Restaurants – mit Ausblick aufs tiefer gelegene Dorf Valdarno.

Vor dem Zubettgehen räumen wir noch alles zusammen, da wir morgen rechtzeitig wegfahren wollen.

Sonntag 18.Sept.

Um 8 Uhr verlassen wir das Feriendorf und fahren auf der Autobahn in Richtung Norden vorbei an Florenz, Bologna, Parma, Mailand und Chiasso ins Tessin. Normalerweise hasse ich Autobahnen, da sie langweilig sind – aber die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und dank guter Country- Musik und mal einem Halt an einer Raststätte ist es nur halb so schlimm.

Um 15 Uhr kommen wir in Tenero an und entscheiden uns zur Abwechslung wiedermal für unseren Lieblingsplatz, den Campofelice. Es regnet und es weht ein starker Wind. Der Campingplatz ist halbleer.

Ruedi freute sich schon den ganzen Tag aufs Abendessen in seiner Lieblings-Pizzeria „Campofelice“ und so geniessen wir Piccata und ein feines Risotto zum Znacht.

Montag 19.Sept.

Das Wetter hat sich gebessert, es regnet nicht mehr, es bläst aber immer noch ein starker Nordföhn, dank diesem sich die Wolken aber bald auflockern.

Wir schlafen etwas länger, frühstücken ausgiebig und machen danach einen Spaziergang zum Einkaufszentrum in Tenero. Am Nachmittag verweilt sich Ruedi noch im „Camping-Shop“, wo er immer wieder etwas findet, das er noch brauchen könnte. Den Nachmittag verbringen wir mit lesen, Fotos bearbeiten, faulenzen…

Da es am Abend recht kühl wird, verziehen wir uns in den Camper und kochen uns ein Fondue – „isch immer guet und git e gueti Lune“.

Montagabend und Dienstagmorgen von ungefähr demselben Platz aus gesehen

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Dienstag 20.Sept.

Obwohl heute Morgen die Sonne vom wolkenlosen Himmel lacht, entschliessen wir uns heimzufahren. Mein Mann möchte noch einen freien Tag zu Hause, bevor er Donnerstag und Freitag wieder arbeiten „muss“.

Nach dem Frühstück und einem Morgenspaziergang rund um den Campingplatz,

verlassen wir um 9Uhr Tenero und fahren über den San Bernardino in Richtung Norden.

Schon auf der Südseite des San Bernardino-Tunnels liegt Schnee, aber nach dem Tunnel, auf der Nordseite ist es richtig Winter! – und zwar weit hinunter bis fast nach Thusis.

In Thusis gönnen wir uns eine Kafipause.

Um 13:30 Uhr kommen wir wohlbehalten in Weinfelden an.

Und wieder haben wir 2½ schöne und interessante Wochen verbracht – sie vergehen nur immer allzu schnell – was bleibt sind die Erinnerungen.

 

 

 

 

 

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