Italien-Sizilien-Südfrankreich April/Mai 2012

17.April – 31.Mai 2012     (Verfasser: Brigitte)

Dienstag 17.April

Heute starten wir unser Abenteuer „Italien/Sizilien“. Wir fahren um 8:30 Uhr in Weinfelden (Nordostschweiz) los, bei nur leicht bewölktem Himmel. Hat das „Böögg-Verbrennen“ am gestrigen verregneten Sechseläuten doch etwas gebracht (?)

Den Znünihalt machen wir wie üblich in der Autobahnraststätte Thusis. Von da geht die Fahrt über den San Bernardino…

 

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…direkt zum Campingplatz „Tamaro“ in Tenero am Lago Maggiore in der Südschweiz.

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Das Wetter im Süden ist noch besser als im Norden – so geniessen wir einen gemütlichen Nachmittag an der Sonne und essen am Abend in der Pizzeria. Es ist ein gelungener Ferienstart.

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Mittwoch 18.April

Eigentlich war geplant heute bis Rapallo in Ligurien zu fahren und uns dort mal den Campingplatz anzusehen, da wir bisher immer den Campingplatz im benachbarten Chiavari gewählt hatten. Aber der Platz in Rapallo sagt uns gar nicht zu – er liegt direkt an der Autobahn, zudem ist kein Mensch an der Rezeption (vormittags!) – auf einem Zettel an der Tür steht: bitte Roberto anrufen. Na ja… so entscheiden wir uns weiter zu fahren. Ich überlasse es Ruedi, wie weit nach Süden er heute noch fahren möchte. Und so geht’s weiter durch Cinque Terre, wo man überall noch die Spuren des Unwetters vom Herbst 2011 sieht, dann weiter in die Toscana und zwar bis Vada, wo wir, wie schon letztes Jahr, den Campingplatz „Tre Peschi“ direkt am Meer wählen.

Hier weht ein starker Wind, dafür ist es wolkenlos und es gibt eine sternenklare Nacht.

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Donnerstag 19.April

Die Sonne weckt uns – es ist ein wunderschöner Morgen. Trotzdem verlassen wir Vada und fahren auf der Autobahn in Richtung Süden. Es ist landschaftlich sehr schön, mit all den Olivenhainen und dem fruchtbaren Ackerland – überall steht das Korn schon recht hoch und die Rapsfelder blühen. Unser heutiges Ziel ist der „Camping International Argentario“ bei Albinia, direkt am Meer.

Wir erreichen den Platz schon vor dem Mittag und geniessen so einen Ruhenachmittag mit einem Spaziergang am Strand und mit lesen – mein Mann frönt seinem Hobby dem Amateurfunk. Das Wetter hier ist angenehm, nur leicht bewölkt und warm (22°). Der Campingplatz ist riesig – mit Sandstrand, Poolanlage und 3 Restaurants.

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Freitag 20.April

Heute herrscht richtiges Aprilwetter, mal Regen, mal Sonne. Unser heutiges Ziel ist der Bolsenasee im Hinterland von Umbrien – knapp 100 km nördlich von Rom. Unterwegs möchten wir aber noch die Schwefelquellen von Saturnia besuchen – nur leider gibt es keine Parkplätze in der Nähe, schon gar nicht für Camper, man müsste den Shuttlebus vom Städtchen aus nehmen, aber das lassen wir. Man sieht die Quellen aus der Ferne.

So machen wir einen Bummel durch die Stadt, wo gerade Markt ist, besichtigen die Kirche und spazieren durch das alte Stadttor, von wo aus man eine gute Sicht über die Weite Umbriens hat. Weiter geht die Fahrt durch eine sehr gepflegte Gegend, mit schmucken Häusern, schönen Gärten, Olivenhainen und Rebgebieten.

Den nächsten Fotostopp machen wir bei Pitigliano – einer mittelalterlichen Stadt auf einem 300 m hohen Tuffsteinfels.

Wir umfahren dann diesen Ort allerdings, denn die Strassen sind zu schmal für unseren Camper.

So fahren wir weiter nach Bolsena zum Campingplatz „Blu International“, direkt am See.

Inzwischen ist es wieder sonnig und warm – so geniessen wir am späteren Nachmittag einen längeren Spaziergang.

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Samstag 21.April

Heute verlassen wir Bolsena und fahren weiter auf Nebenstrassen durchs Hinterland.

Eigentlich wollten wir in Orvieto einen Halt einlegen und die Stadt besichtigen, aber das Parkhaus ist zu niedrig für den Camper und die Aussenparkplätze sind alle reserviert für einen Kongress. So bleibt uns nichts anderes übrig als weiterzuziehen – vorbei an einem Stausee, wo wir einen Halt einlegen – bis nach Todi. Dies ist eine hübsche kleine Altstadt, hoch über dem Tiber-Tal. Zum Glück gibt es einen Lift, der die Besucher hinauf zur Stadt bringt.

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Oben angekommen besuchen wir die sehenswerte Kathedrale, schlendern durch enge Gassen mit den vielen Shops, die vor allem einheimische Produkte anbieten, wir kaufen verschiedene Sorten Pesto, Salami, Käse und Honig.

Von hier aus geht die Fahrt in Richtung Süden, denn wir möchten noch die Marmor Kaskaden von Terni besuchen. Nach längerem suchen, finden wir sie! – und es lohnt sich, auch wenn momentan nur spärlich Wasser über die Felsen rinnt, denn nur 2x täglich (zu dieser Jahreszeit) donnert das ganze Wasservolumen in die Tiefe, zwischendurch wird das Wasser vom Kraftwerk genutzt. Wir machen einen längeren Spaziergang zu den verschiedenen Wasserfällen, auf idyllischen Wegen im Wald.

Einfach wunderschön und erholsam!

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Da es danach erst früher Nachmittag ist, beschliessen wir noch bis nach Rom zu fahren – und zwar auf der Autobahn. Das GPS führt uns bis etwa 100 m vor den Campingplatz, dann meint es: bitte wenden! – zum Glück steigen wir aus und sehen uns um – und siehe da, der Eingang zum Campingplatz liegt in Sichtweite!! Es ist der Campingplatz „Flaminio“ am Nordrand von Rom mit guten Verbindungen ins Zentrum mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

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Sonntag 22.April

Heute erobern wir Rom! Mit Bahn und Metro fahren wir bis nahe zum Petersplatz, von wo aus wir eine Stadtrundfahrt mit dem Doppelstöckerbus machen.

Wir können im offenen Oberdeck sitzen, denn heute ist es sonnig und warm. Unser Ziel ist mein „Lieblingsplatz“, die Piazza Navona, wo wir den Strassenkünstlern zuschauen und uns in einem kleinen Restaurant an der Sonne ein feines Mittagessen gönnen.

Danach spazieren wir zur Engelsburg und dann zurück zum St.Petersplatz. Eine riesige Menschenschlange wartet darauf, den Petersdom zu besichtigen. Da wir zuvor schon mal vier Tage in Rom verbracht hatten, können wir gut darauf verzichten, uns dieser Warteschlange anzuschliessen. Mit Metro und Bahn fahren wir zurück zum Campingplatz und erholen uns im Liegestuhl an der Sonne vom Rummel der Stadt.

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Montag 23.April

Da wir heute bis Pompeji fahren möchten, beschliessen wir, die Autobahn zu nehmen, eine eher etwas langweilige Fahrt. Für Abwechslung sorgt zum einen das Aprilwetter – mal etwas Sonne, mal ein paar Regentropfen – zum andern die gute Musik, die Ruedi zu Hause auf einen Stick aufgenommen hat. Zwischendurch machen wir einen kurzen Halt bei einer Autobahnraststätte. Da wir aber nicht die Autobahn nach Neapel wählen, sonder die nach Salerno, haben wir am Schluss echt Probleme nach Pompeji zu kommen, denn das GPS führt uns über eine extrem enge, schlechte Strasse die kurze Strecke vom Autobahnabzweiger bis Pompeji – ein echter Hindernislauf – überall in den engen Gassen stehen parkierte Autos im Weg.

Aber trotz allem sind wir schon um 13 Uhr auf dem Campingplatz „Zeus“, der direkt beim Eingang zur Ausgrabungsstätte liegt – mit Blick auf den Vesuv.

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Nachmittags verbringen wir die Zeit mit der Entdeckung Pompejis, der Stadt, die im Jahre 79 n. Chr. durch einen Ausbruch des Vulkan Vesuv völlig zerstört und erst im 18. Jh. wiederentdeckt wurde. Die Stadt umfasst 66 ha, davon sind bis heute 45 ha freigelegt.

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Dienstag 24.April

Unser heutiges Ziel ist Corigliano Calabria im Golf von Tarent. Wir fahren alles auf der Autobahn, die zwar über mindestens 50 km im Bau ist und daher nur einspurig befahrbar. Die Landschaft ist zwar sehr abwechslungsreich, oft sind wir umgeben von hohen Bergen, auf denen noch Schnee liegt. Inzwischen ist das Wetter wunderschön, fast wolkenlos. Noch vor dem Mittag erreichen wir den Campingplatz „Thurium“, der direkt am Meer liegt. Zwar ist die Zufahrtsstrasse sehr schmal und voller Löcher – zum Glück kommt uns niemand entgegen! Von den 500 Stellplätzen sind nur etwa 10 besetzt!!! Dabei ist der Platz wunderschön und ruhig gelegen, direkt am Meer, mit Sandstrand, einem Schwimmbad, einem Restaurant, einem Pinienwäldchen…Was will man mehr. Wir geniessen einen gemütlichen Nachmittag im Liegestuhl an der Sonne und machen zwischendurch mal einen Strandspaziergang.

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Mittwoch 25.April

Ich geniesse einen wunderschönen Sonnenaufgang am Strand.

Nach dem Frühstück verlassen wir den Campingplatz und fahren ein kurzes Stück zurück, zur Autobahn Salerno-Reggio Calabria. Anfangs ist die Autobahn noch bestens und die Landschaft abwechslungsreich…

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Schon bald aber wird die Autobahn wieder über viele Kilometer zur Baustelle und ist auch hier wieder nur einspurig befahrbar – zudem geht es auch ganz schön ins Gebirge. Aber trotz allem erreichen wir Reggio di Calabria schon um 13 Uhr. Wir fahren direkt zum Hafen und schon eine halb Stunde später legt die Fähre ab, die uns nach Messina auf Sizilien bringt.  In Messinas Strassen geht es etwas chaotisch zu und her, aber wir haben uns langsam an den etwas rücksichtslosen italienischen Fahrstil gewöhnt! So sind wir froh bald wieder auf der Autobahn zu sein. Wir fahren bis kurz vor Taormina, auf den Campingplatz „Paradise“ – ein kleiner Platz, aber okay. Es ist sommerlich warm, so geniessen wir den Abend am Strand.

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Donnerstag 26.April

Heute steht der Besuch vom Städtchen Taormina auf dem Programm. Diese historische Stadt mit dem grossen antiken Theater liegt hoch oben auf einer Klippe. Eine Seilbahn führt von der Küstenstrasse bis hinauf vor die Tore der Stadt. Nur wo stellt man einen 6,3 m langen Camper ab?? – entlang der Küstenstrasse ist jeder Meter „verparkiert“ und auf dem Parkplatz bei der Seilbahn sind Busse und Camper verboten. Wir beschliessen schon weiter zu ziehen, da sehen wir an der Strasse ein Schild „Camperparkplätze“. Über eine etwas schwierige Einfahrt gelangen wir auf einen grösseren Parkplatz, der von Privaten vermietet wird, es kostet uns 15 Euro pro Tag, was wir aber gerne bezahlen! Nach einem kurzen Marsch zur Seilbahn, schweben wir hinauf nach Taormina – und dieser Besuch lohnte sich auf jeden Fall! Als erstes besuchen wir das „Antike Theater“ aus dem 2.Jh. v. Chr., von wo man einen wunderbaren Ausblick auf den Ätna hat, aus dem momentan nur noch ein kleines Räuchlein aufsteigt, nachdem er vor 3 Wochen einen Ausbruch hatte.

Danach bummeln wir durch den Ort, auf der verkehrsfreien Hauptstrasse, die gesäumt ist von vielen Shops und kleinen Restaurants.

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Wieder zurück auf der Küstenstrasse fahren wir zur Autobahn, auf der wir Catania umfahren und weiter bis Syracusa, wo wir zwar nicht das Amphitheater besichtigen, dafür bei „Auchan“ einen Grosseinkauf tätigen. Kurz danach erreichen wir den Campingplatz „Sabbiadoro“ bei Avola. Ein schöner Platz am Meer, mit ganz moderner Sanitäreinrichtung. Nur leider gibt es heute nur kaltes Wasser.

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Freitag 27.April

Wieder ein wolkenloser Morgen. Heute geht die Fahrt auf der Autobahn weiter, die wir aber bei Noto wieder verlassen, da wir nach Pachino an der Süd-Ost-Spitze von Sizilien fahren möchten. Kurz nach Noto sehen wir ein Hinweisschild zur Villa Romana di Tellaro. Wir haben zwar keine Ahnung was es da zu sehen gibt, aber wir fahren mal hin. Nach etwa 2 km auf einer schmalen Nebenstrasse, kommen wir zu einem grossen Parkplatz inmitten einer Orangenplantageschon mal gut! In der Villa aus dem 4. Jh. sind sehr schöne Mosaike zu sehen. Der Besuch hat sich jedenfalls gelohnt! Weiter fahren wir über Pachino zum südlichsten Punkt Siziliens dem Capo Passero.

Danach geht’s der Küste entlang, immer wieder durch Zitronenplantagen, bis zum heutigen Ziel, dem Campingplatz „Luminoso“ bei Punta Braccetto. Ein super Campingplatz! – wir bekommen einen Schlüssel zu unserem privaten WC mit Lavabo mit Warmwasser (so was hatten wir noch nie!), die Plätze sind grosszügig, der Sandstrand gepflegt. Genial finde ich auch, dass immer am Morgen der Bäcker mit frischem Brot auf den Campingplatz gefahren kommt, am Mittag kommt das Früchte- und Gemüse-Auto und am Nachmittag mit lauter Musik das Gelati-Auto!! Wir beschliessen hier 2 Nächte zu bleiben.

Strandspaziergang an der Küste am Abend.

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Samstag 28.April

Das Wetter ist nach wie vor sommerlich – wolkenlos und schon recht heiss. Am frühen Morgen wasche ich mal eine Maschine voll Wäsche, die bis zum Mittag schon wieder trocken ist! Am Vormittag unternehmen wir einen langen Strandspaziergang und den Nachmittag geniessen wir mit lesen, schreiben und funken. Auch haben wir hier regen Kontakte mit Campernachbarn – meist aus Deutschland oder Österreich, da gibt es immer etwas zu plaudern. Heute erreichen wir 32° am Schatten! – im Meer wird schon wacker gebadet. Mir ist das Wasser noch etwas zu kalt. Aber so ein Ruhetag tut auch mal gut, obwohl es uns schon wieder weiterzieht.

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Sonntag 29.April

Unser heutiges Ziel ist Agrigento und vor allem das Valle dei Templi. Die Gegend unterwegs ist nicht gerade eine Augenweide, denn die Landschaft ist durch all die vielen Plastik-Treibhäuser verunstaltet. Soviel ich sehen kann, werden überall darin Tomaten angebaut. Wir durchfahren die Stadt Cela, es herrscht viel Verkehr und die Strassen sind verstellt durch parkierte Autos, auch hier ein echter Hindernislauf. Trotzdem sind wir schon kurz vor Mittag auf dem Campingplatz „Valle dei Templi“ – ganz nahe beim Tal der Tempel. Da von diesem Campingplatz ein gratis Bustransfer zum Eingang des „Tales“ (die Tempel liegen zwar auf einem Hügelzug!) angeboten wird, beschliessen wir noch heute diese Sehenswürdigkeit zu besuchen. Es ist ein bewölkter aber schwül-heisser Tag.

Valle dei Templi ist die Ausgrabungsstätte von Agrigento. 

Überreste dieser Tempel, die zu den am besten erhaltenen Tempeln der griechischen Antike überhaupt zählen, sind heute ein Unesco Weltkulturerbe. Das ganze Ausgrabungsgebiet umfasst über 2 km x 1.5 km, an dessen Rand die Tempel zu sehen sind. Nach 3 Stunden Besichtigung von Tempeln, Säulen, Steinen haben wir genug Kultur für heute.

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Montag 30.April 

In der Nacht gab’s mal ein paar Regentropfen, dafür begrüsst uns nun ein wolkenloser Morgen. Wir verlassen Agrigento mit Ziel Capo San Vito am Nord-West-Zipfel von Sizilien. Wir fahren über Marsala, Siculiana, Ribera – verfahren uns mal trotz GPS, das uns aber nach neuem programmieren wieder auf die richtige Route bringt. Die Landschaft hier ist sehr schön und abwechslungsreich, meist hügeliges Agrarland mit Kornfeldern, Rebbau, Oliven- und Orangenplantagen. So sind wir oft begleitet vom süssen Duft der Orangenbäume. Auch sind die Strassen hier besser als ganz im Süden Siziliens. Ausserhalb Marsala kommen wir zu einem grossen Supermarkt, da werden unsere Vorräte wiedermal aufgestockt.

Kurz vor Trapani besichtigen wir die Salinen von Nubia.

Hier sieht man noch alte Windmühlen, mit denen früher das Wasser aus den Salinen abgepumpt wurde, was heute elektrisch abläuft.

Danach besuchen wir auch noch das kleine aber feine Salinen-Museum.

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Danach ist es nur noch ein Katzensprung bis Capo San Vito. Wir haben zwei verschiedene Campingplätze zur Auswahl – der erste gefällt uns nicht wirklich, da er nicht direkt am Meer liegt und eher etwas überfüllt wirkt. So fahren wir ein kurzes Stück zurück und entscheiden uns für den Camping „El- Bahira“,  

was wie sich herausstellt, eine gute Entscheidung war! Der Platz ist schön gelegen, zwischen einer hohen Klippe und dem Meer, hat grosszügige Stellplätze, eine grosse Poolanlage, eine Pizzeria und einen kleinen Market. Wir sind begeistert und beschliessen zwei Nächte zu bleiben. Am Abend machen wir noch einen Spaziergang an der Küste – es ist eine schroffe Felsküste, aber mit verspielten Buchten und glasklarem Wasser.

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Dienstag 1.Mai

Heute Vormittag unternehmen wir einen langen Spaziergang wieder der Küste entlang. Hier finden wir eine karge, aber einmalige Flora – so etwas von Vielfalt!

Es ist ein sonniger, heisser Tag. Nach einem leichten Mittagessen (Melonen mit Rohschinken) und einer kurzen Siesta machen wir uns wieder auf den Weg.

Diesmal machen wir eine kleine „Bergtour“ – ein hübscher Spazierweg führt uns zuerst der Küste entlang und dann hinauf auf die Klippe, von wo man eine tolle Aussicht hat. Hier oben weiden Kühe.

Nach so viel spazieren und einem super Sonnenuntergang schlafen wir entsprechen gut!

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Mittwoch 2.Mai        

Wir verlassen die Westküste Siziliens und fahren entlang der Nordküste in Richtung Palermo. Zuerst mal durch eine abwechslungsreiche Landschaft – sehr hügelig und grün – an einigen Orten wird Marmor abgebaut, sonst hat es sehr viele Rebgebiete und Olivenhaine. Ab Castellammare nehmen wir die Autobahn, denn wir wollen Palermo weiträumig umfahren. Wir streifen trotzdem ein paar Vororte von Siziliens Hauptstadt. Auf das Abfallentsorgungsproblem will ich hier nicht näher eingehen, denn wenn man es nicht gesehen hat, glaubt man es sowieso nicht – unvorstellbar! Weiter geht die Fahrt auf einer gut ausgebauten Autobahn, wo wir fast alleine unterwegs sind – ein Tunnel reiht sich an den nächsten.

In Cefalù versuchen wir einen Parkplatz ausserhalb der Stadt zu finden, ist aber mit dem Wohnmobil unmöglich.

So ziehen wir unserem heutigen Ziel Oliveri entgegen. Wir wählen den Campingplatz „Marinello“ da dieser organisierte Ausflüge zu den Liparischen Inseln anbietet. Leider finden aber am Donnerstag (in der Vorsaison) keine Ausflüge statt, so planen wir bis Freitag hier zu bleiben und ev. dann eine Schifffahrt zu unternehmen.

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Donnerstag 3.Mai

Das Wetter ist super und der Campingplatz liegt in einem wunderschönen Naturschutzgebiet direkt am Meer, mit einigen Lagunen.

Wir geniessen einen Ruhetag und unternehmen schöne Spaziergänge vom Campingplatz aus, durch eine einmalige Pflanzenwelt.

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Jedoch am Abend vernehmen wir, dass auch am Freitag kein Ausflug zu den Inseln stattfinden wird – jedenfalls kein Zubringer zum Schiff (der Hafen ist ca. 20 km entfernt) – so lassen wir das und beschliessen schon mal zusammenzupacken und morgen weiter zu fahren.

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Freitag 4.Mai

Wir fahren nach Messina zur Fähre, die schon bereitsteht und fünf Minuten später losfährt – wir sind das zweitletzte Fahrzeug, das noch eingelassen wird. So ein „Timing“!  Von Reggio di Calabria aus nehmen wir die Autobahn Richtung Norden. Unterwegs beschliessen wir aber quer durchs Land ans Ionische Meer zu fahren, denn die Strecke Reggio-Salerno kennen wir ja bereits von der Hinfahrt. So fahren wir über Catanzaro nach Crotone.

Unterwegs besichtigen wir Capo Colonna. Auf einer Halbinsel wo einst der grösste Tempel der Ionischen Küste stand (Tempel der Hera Lacinia), ist noch eine einzige Säule übriggeblieben.

Nebenbei gibt es noch eine Kirche und einen Leuchtturm, sowie den Archäologische Park und das Museum zu besichtigen. Unser heutiges Ziel ist der Campingplatz „Punta Alice“ in Cirò Marina. Das GPS führt uns wieder über fast unüberwindbare Abkürzungen, enge Gassen und Spitzkehren zum Zielort! Dabei hätte es eine gute Zufahrtsstrasse gehabt!! Aber der Campingplatz ist super und wir bekommen einen Platz direkt am Strand.

So beschliessen wir zwei Nächte zu bleiben. Das Wetter ist nach wie vor sommerlich, wolkenlos bei 27-30°. Auch haben wir nette Campernachbarn aus Deutschland, mit denen es viel zu plaudern gibt. Am Abend bleiben wir etwas länger draussen, denn es ist eine sternenklare Vollmondnacht!

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Samstag 5.Mai

Ich stehe früh auf, denn ich will den Sonnenaufgang erleben. Um 05:45 Uhr ist es soweit, die Sonne steigt aus dem Meer auf – für mich immer wieder ein feierlicher Moment, vor allem da ich alleine am Strand bin, bei totaler Ruhe ausser dem leisen Plätschern der Wellen und dem Gesang der Vögel.

Den heutigen Tag verbringen wir mit lesen, schreiben, stricken, funken, plaudern… so richtig Ferien von den Ferien!

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Sonntag 6.Mai

Wir verlassen Cirò Marina, wobei wir zuerst durch das Dorf mit seinen engen Gassen fahren müssen – nicht ganz einfach, aber wir schaffen es und befinden uns bald auf der Küstenstrasse im Golf von Tarent. Wir durchfahren mehrere kleine Dörfer, überall sieht man die Männer im Freien in Grüppchen beim Sonntagmorgenkaffee, bei einem Schwatz oder beim Kartenspiel. Wo sind nur die Frauen? – ich vermute beim Sonntagsmahl kochen! Wiedermal kommen wir bei einem „Auchan“ vorbei und können nicht anders als einen Einkaufsbummel zu machen. Danach fahren wir bis Metaponto zum „Camping International“, ein kleiner aber netter Platz. Zwischen Campingplatz und dem Sandstrand gibt es eine schöne Promenade – so unternehmen wir noch einen Abendspaziergang.

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Montag 7.Mai

Weiter geht die Fahrt heute entlang der Küste bis Taranto, einer Industrie- und Hafenstadt, danach über Land hinunter in den Absatz des Italienstiefels. Unser heutiges Ziel ist Gallipoli. Wir durchfahren eine sehr fruchtbare Gegend, viele Felder sind angebaut, Bauern sind beim Heuet, überall wachsen Orangen und Oliven und die Strassenränder sind eine einzige Wildblumenpracht! Schon vor dem Mittag sind wir auf dem Campingplatz „La Masseria“ in Gallipoli, wieder ein Platz wo man sein eigenes WC mit Lavabo, Bidet und sogar Dusche hat! Wir verbringen einen Ruhenachmittag. Am Abend werden wir von unseren Verwandten, die hier in Gallipoli leben, zum Essen ausgeführt – in ein wunderschönes, typisch italienisches Lokal. Wir verbringen einen netten Abend zusammen.

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Dienstag 8.Mai

Vom Campingplatz wird ein Gratis-Shuttlebus  angeboten, der uns zur Altstadt von Gallipoli bringt.

Wir bummeln durch all die Gassen, besichtigen Kirchen, den Fischerhafen und gönnen uns ein feines Mittagessen auf der Terrasse eines Restaurants mitten in der Altstadt.

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Störend finden wir den Verkehr, der sich trotz „Fussgängerzone“ durch die engen Gassen zwängt.  So kehren wir am Nachmittag wieder zum Campingplatz zurück und geniessen die Ruhe. Am Abend essen wir in der Pizzeria des Campingplatzes eine feine Pizza – Ruedi findet sogar, sie sei der weltbesten Pizza von San Bernardino ebenbürtig!

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Mittwoch 9.Mai

Wir verlassen Gallipoli mit Ziel Adriaküste. Zuerst geht die Fahrt durch eine weite Ebene mit vorwiegend Olivenplantagen, aber auch Rebgebiete und vielen Feldern mit Artischocken und Mohn. In Gallipoli gab es übrigens im Restaurant unter anderem Mohn (Stängel und Blätter) als Gemüse – ist dem Blattspinat ähnlich. Bei der Durchfahrt durch Lecce finden wir zufällig einen riesigen Parkplatz direkt an der Stadtmauer, nahe dem Stadttor. So nehmen wir uns die Zeit diese geschichtsträchtige Stadt zu besichtigen – und es lohnt sich. Wir schlendern durch die vielen Gassen, besichtigen einige der vielen Kirchen und machen einen Abstecher zum Amphitheater mitten im Zentrum.

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Weiter fahren wir nun über Brindisi der Küste entlang. Kurz vor Monopoli machen wir dann einen Abstecher ins Hinterland,

zuerst  nach Ostuni, der „Weissen Stadt“ …

…und dann nach Alberobello mit seinen Trullibauten. Ein faszinierender Ort – der Abstecher lohnt sich!

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Trullibauten sind Kegelbauten - frühere Hirtenbehausungen, die – vor allem die Dächer aus Kalksteinplatten – schnell auf und abgebaut werden konnten, daher wird auch kein Mörtel verwendet. Für diese „armseligen“ Bauten musste damals keine Steuer bezahlt werden.Erst am späten Nachmittag fahren wir zurück zur Küstestrasse und folgen ihr bis Monopoli. Dort entscheiden wir uns für den Campingplatz „Atlantide“.

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Donnerstag 10.Mai

Das GPS führt uns wider auf fast unmöglichen Strassen mitten durch Monopoli bis wir endlich die Küstenautobahn erreichen. Eine gut ausgebaute Autobahn auf der wir Bari grossräumig umfahren – das einstige Fischerdorf ist heute eine Grossstadt. Wir fahren bis Andria, wo wir die Autobahn verlassen und bei einem Ipercoop noch unsere Vorräte auffüllen. Andria ist die „Città dell’ Olio“ und es gibt hier auch Olivenbäume soweit das Auge reicht. Über Land fahren wir nun zum Castel del Monte, das man schon von sehr weit her auf einem Hügel thronen sieht. Wir parkieren auf einem riesigen Stellplatz, von wo aus uns ein Bus hinauf zur Burg bringt. Die Burg besteht aus acht Türmen, hat also eine etwas eigenwillige Form.

Sie wurde in den Jahren 1240-1250 erbaut und diente Kaiser Friedrich II. als Repräsentation kaiserlicher Macht und Kultur. Was mich aber am meisten fasziniert hat, ist die Lage mit der einmaligen Rundsicht, die man von dort oben geniesst! Es ist ein heisser Tag umso mehr geniessen wir den Rundgang im kühlen Gemäuer. Von hier aus fahren wir direkt zum Campingplatz „Salpi“ in der Nähe von Manfredonia – der Südseite des Gargano, dem Gebiet, das den Sporn des Italienstiefels bildet. Es ist ein gefälliger Platz, so beschliessen wir drei Nächte zu bleiben. Hier treffen wir ein Schweizer Ehepaar wieder (wir hatten schon in Gallipoli Kontakt) und verbringen mit ihnen einen netten Abend in der Pizzeria.

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Freitag 11.Mai

Ich stehe schon früh am Strand und erlebe einmal mehr einen wunderschönen Sonnenaufgang

Danach geniessen wir einen Faulenzer-Tag – das heisst zwei Maschinen Wäsche werden gewaschen, aber sonst steht heute Nichtstun auf dem Programm!

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Samstag 12.Mai

Auch heute ist nochmals ein Ruhetag angesagt. Am Morgen machen wir eine lange Strandwanderung und geniessen die noch angenehmen Temperaturen, denn am Mittag erreicht das Thermometer 34° am Schatten! Ich gehe jeden Tag schwimmen im Meer – eine willkommene Abkühlung.

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Sonntag 13.Mai

Wir ziehen weiter – und zwar führt uns die heutige Route zuerst mal durch das Gargano-Gebiet, dem Sporn des Italienstiefels. Die Gargano-Küste gilt, nebst der Amalfiküste, zur schönsten Italiens und sie ist wirklich eine Reise wert. Der Gargano ist geprägt von einem Vorgebirge mit steilen Küsten, dichten Wäldern und wunderschönen Buchten.

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Vielleicht weil es Sonntag ist, hat es kaum Verkehr (?) Das Touristenzentrum des Gargano, Vieste, lassen wir aus, denn es ist nicht einfach einen Parkplatz zu finden. So fahren wir weiter bis Peschici, das hübsche Städtchen, das wir eigentlich besichtigen wollen, aber es ist Muttertag und da findet ein grosses Fest statt – mitten im Zentrum. So sind wir froh, dass wir überhaupt durchkommen, ans parkieren ist nicht zu denken. Also geht die Fahrt weiter nach Rodi.

Der Campingplatz, den wir anfahren und der ab dem 1.Mai offen sein sollte, ist geschlossen, wegen verunreinigtem Wasser, wie man uns sagt – aber 200 m weiter sei noch ein Campingplatz. Also nichts wie hin – aber der ist voll besetzt. Na ja, weiter geht die Fahrt mit Ziel Roseto etwas nördlich von Pescara. Da wir schon bald die Küstenautobahn erreichen, kommen wir gut voran. Es ist eine abwechslungsreiche Fahrt durch fruchtbare Gebiete mit Kornfeldern, Rebgebieten und Gemüseanbau. Inzwischen sind aber dicke, schwarze Wolken aufgezogen und ein starker Wind hat eingesetzt. Ich habe das Meer noch nie so aufgewühlt gesehen. In Roseto fahren wir auf den Campingplatz „Eurocamping“.

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Montag 14.Mai

Nach einer Regennacht beschliessen wir, nicht nur Roseto, sondern die Adriaküste zu verlassen, denn die Wettervorhersage im Internet ist für die Ostküste Italiens nicht gerade rosig. Wir nehmen die Autobahn nach L’Aquila, durch eine fruchtbare Gegend mit grünen Hügeln und vielen Kornfeldern. Kurz vor L’Aquila durchfahren wir den Gran Sasso Tunnel, den längsten zweiröhrigen Autobahntunnel Europas (10,17 km lang). Danach geht’s in Richtung Gran Sasso Gebirge, dem höchsten Gebirge des Apennins. Wir kommen nahe an die Schneegrenze, denn letzte Nacht hat es bis weit hinunter geschneit – vorgestern haben wir bei 34° im Meer gebadet!

Weiter geht die Fahrt durch eine dicht bewaldete Berglandschaft, vorbei an vielen kleinen Ortschaften, unter anderem dem Kurort Terme di Cotilia mit seinen heissen Mineralquellen, dann über Rieti nach Terni – hier überqueren wir eine riesige Hochebene umrahmt von bewaldeten Hügelketten. 

Nachdem wir knapp durchs Stadttor von Narni hindurchpassen, fahren wir auf den Campingplatz „Monti del Sole“, einem grosszügigen, idyllischen Platz auf 400 m ü.M. Man fühlt sich ein bisschen wie auf einer Alp.

Es ist eine sternenklare aber kalte Nacht (7°C), da sind wir froh um unsere kuscheligen Heizdecken!

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Dienstag 15.Mai

Am frühen Morgen hören wir zum ersten Mal in diesem Jahr den Kuckuck rufen! Heute feiert Ruedi seinen Geburtstag, so darf er allein das heutige Tagesprogramm bestimmen. Er wünscht sich, am Abend im Restaurant des Campingplatzes “Colleverde“ in Siena zu essen.

Wir kennen dieses Restaurant von anderen Aufenthalten in Siena. So geht die heutige Fahrt auf der Autobahn von Terni über Orte, Orvieto in Richtung Florenz. Bei Montepulciano verlassen wir aber die Autobahn, denn wir wollen wiedermal diese reizvolle Stadt besuchen, die auf einem Hügel, auf 600 m ü.M. liegt. Am Fusse der Stadt gibt es einen Stellplatz für Camper, von wo uns ein Bus auf den höchsten Punkt der Stadt bringt, denn wir bevorzugen es, auf den sehr steilen Strassen von oben nach unten zu spazieren. Wir bummeln vorbei an alten Gebäuden, schönen Kirchen, unzähligen Shops, die vor allem Wein und Produkte aus der Region anbieten und an vielen netten Restaurants.

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Von Montepulciano aus hat man eine wunderbare Aussicht über die Landschaft der Toskana, die sich in einem völlig anderen Kleid zeigt, als wir sie im letzten Herbst erlebten, denn damals war alles braun, da die vielen Kornfelder schon abgeerntet waren – jetzt präsentiert sie sich in einem frischen Grün.

Von hier ist es nur noch ein Katzensprung bis Siena. Der Camping „Colleverde“ gefällt uns, wir sind schon zum dritten Mal hier. Am Abend geniessen wir ein feines Geburtstagsessen im Restaurant (ein butterzartes Rindsfilet).

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Mittwoch 16.Mai

Heute steht der Besuch der Stadt Siena auf dem Plan. Der öffentliche Bus hält direkt beim Campingplatz und bringt uns ins Zentrum. Wir besuchen den Dom, schlendern durch die Gassen und trinken an der Sonne auf  der Piazza del Campo einen Cappuccino.

      

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Zufällig findet beim Busbahnhof gerade ein riesiger Warenmarkt statt – da müssen wir natürlich auch noch durch. Da wir die Stadt in den letzten zwei Jahren schon besucht haben, fahren wir am Mittag wieder zurück zum Campingplatz und geniessen einen Ruhenachmittag.

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Donnerstag 17.Mai

Wir verlassen Siena und sind froh, können wir den Grosstadtverkehr bald hinter uns lassen. Es ist heute zwar Auffahrt (Christi Himmelfahrt), aber wir lassen uns sagen, dass dies in Italien kein Feiertag sei. Nun kommt eines der Highlights unserer Reise – wir fahren durch das Chianti-Gebiet, zuerst nach Castellina in Chianti, auf einer Panoramastrasse mit einmaliger Aussicht auf die Weite der Toskana und dem „Chianti“ im Besonderen.

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Weite Olivenhainen und Rebhängen wechseln sich ab – einfach wunderschön. Wir sind beinahe alleine unterwegs – zudem erfreuen wir uns an einem wolkenlosen Himmel! Über Poggibonsi fahren wir nach San Gimignano, der Stadt der Türme (von den einst 72 Türmen stehen heute zwar nur noch 15).

Wir lassen uns dort auf dem Campingplatz  „Boschetto di Piemma“ nieder, der etwas ausserhalb der Stadt liegt.

Am Nachmittag bringt uns ein Bus vom Campingplatz direkt in die Altstadt von San Gimignano. Eine imposante, sehenswerte Stadt aus dem 10.Jh.Wir schlendern durch die Gassen mit den vielen kleinen Restaurants und den unzähligen Shops, die auch hier vor allem einheimische Produkte und Kunsthandwerk anbieten.

Auf dem Hauptplatz findet heute ein Warenmarkt statt, so wird leider die Sicht auf die hübschen alten Häuser rund um den Platz von den Marktständen behindert. Darum beschliessen wir morgen nochmals hinzufahren – werden also zwei Nächte in San Gimignano bleiben.

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Freitag 18.Mai

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Wieder geht’s mit dem Bus zur Altstadt, wo wir heute eine ungetrübte Sicht auf all die historischen Bauten und den schönen Hauptplatz mit der Zisterne haben. Wir besuchen das Museum und besichtigen die Basilika, essen eine Pizza in einem Strassenkaffee und erfreuen uns einmal mehr an der grossartigen Aussicht übers Land. Den Abend geniessen wir bis zum letzten Sonnenstrahl vor dem Camper.

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Samstag 19.Mai

Heute ziehen wir weiter in Richtung Norden – obwohl es uns schwerfällt an diesem wolkenlosen Morgen die Schönwetterzone zu verlassen, da wir wissen, dass wir nun in Richtung Regenwetter fahren – aber am Sonntag werden wir uns mit Freunden in Cervo (Ligurien) treffen und darauf freuen wir uns, Wetter hin oder her. In der Nähe von Pisa machen wir einen Grosseinkauf bei einem riesigen Obi und Ipercoop – es ist Samstag! – und ich habe noch nie soviel Volk beim einkaufen gesehen!  

Wir fahren weiter bis Chiavari (Ligurien) auf einen uns bestens bekannten Campingplatz – wir werden auch entsprechend begrüsst, wie alte Freunde. Wir bleiben aber nur über Nacht.

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Sonntag 20.Mai

Ab Chiavari nehmen wir die Autobahn über Genua an die Ligurische Küste. Bis Genua scheint die Sonne, aber ab Savona regnet es und zwar in Strömen.

In Cervo fahren wir auf den uns ebenfalls bestens bekannten Campingplatz „Del Mare“, wo uns unsere Freunde schon erwarten.

Den Nachmittag verbringen wir gemeinsam drinnen im Trocknen – wir haben ja gegenseitig soviel zu erzählen! Am Abend feiern wir zusammen mit unseren Freunden unseren Hochzeitstag im Restaurant des Campingplatzes.

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Montag 21.Mai

Es hat die ganze Nacht geregnet und es sieht nicht aus, als würde das Wetter sich bessern – das Meer tost! Am Vormittag machen wir uns auf, den wöchentlichen Markt im benachbarten San Bartolomeo zu besuchen. Den Nachmittag verbringen wir im und um den Camper, mit plaudern, lesen, schreiben und Fotos bearbeiten. Am Abend spazieren wir ins Dorf und essen zusammen mit unseren Freunden in einem kleinen, typisch italienischen Restaurant – es wird ein gemütlicher Abend.

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Dienstag 22.Mai

Ein grau-trüber Morgen. Da unsere Freunde heute in die Schweiz zurückkehren, verlassen auch wir Cervo, Italien und hoffentlich die Regenwetterzone. Wir entscheiden uns in die Camargue zu fahren und zwar nach Saintes Maries de la Mer, wo wir letztes Jahr schon mal ein paar Tage verbrachten. Da wir die Autobahn nehmen, kommen wir gut voran, obwohl sich das Wetter noch nicht gebessert hat, es regnet immer wieder.

Nur als wir dann in Saintes Maries de la Mer ankommen…da stehen im und um den Ort herum tausende von Wohnmobilen – jeder Campingplatz, Parkplatz, Strassenrand und jede noch so kleine Nische ist von einem Camper besetz – denn, wie wir uns sagen lassen, findet das alljährliche Treffen der “Gypsies“ statt, welches 10 Tage dauert! Es kommen jedes Jahr Fahrende aus ganz Europa und auch aus Übersee zu diesem Treffen. So beschliessen wir ins nächste Ort, nach Aigues Mortes zu fahren und uns auf dem dortigen Campingplatz nieder zu lassen. Es ist ein „Yelloh“-Campingplatz und die sind immer gut. Zum Platz gehört sogar ein Pferdegestüt.

   

Inzwischen ist es wolkenlos und warm.

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Mittwoch 23.Mai

Da der Campingplatz etwas ausserhalb Aigues Mortes liegt, bringt uns ein Taxi direkt vors Stadttor. Wir verbringen den Vormittag mit der Besichtigung des Städtchens – einem hübschen Ort mit gepflegten Gassen, vielen Shops und netten Restaurants.

Wir machen eine Wanderung auf der 6 Meter dicken Stadtmauer, rund um die ganze Stadt –  gute 1.6 km! – und steigen auf den Tour de Constance, einem riesigen Wachtturm.

   

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Danach gönnen wir uns ein Mittagessen auf dem Place Saint-Louis. Wieder zurück beim Camper geniessen wir einen Ruhenachmittag im Schatten der Bäume, denn es ist inzwischen 31°C heiss.

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Donnerstag 24.Mai

Da das Wetter immer noch traumhaft ist, beschliessen wir, die Camargue noch etwas weiter zu erkunden. Wir fahren zuerst mal die 4 km nach Le Grau du Roi, wo wir am Hafen parkieren und einen langen Spaziergang machen – eine riesige Hafenanlage mit unzähligen Booten.

Gegen Mittag fahren wir auf den nahen Campingplatz „Le Boucanet“, der zwischen Le Grau du Roi und La Grande Motte, direkt am Meer liegt. Es ist wieder sehr heiss heute (33°C), so reicht es uns, einen Strandspaziergang zu machen und den Nachmittag/Abend im Schatten beim Camper zu verbringen.

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Freitag 25.Mai

Wir bleiben noch einen weiteren Tag, denn heute wollen wir die Stadt La Grande Motte besuchen, die nur durch eine Lagune vom Campingplatz getrennt ist. Wir nutzen die noch angenehmen Morgenstunden um diese grosszügige, moderne Stadt mit ihrem grossen Hafen und der schönen Strandpromenade zu erkunden.

Den Nachmittag verbringen wir im Schatten beim Camper mit relaxen.

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Samstag 26.Mai

Es gefällt uns so gut hier, dass wir gerne noch ein paar Tage geblieben wären, aber fürs kommende Pfingstwochenende sind sämtliche Plätze ausgebucht. So beschliessen wir die Camargue zu verlassen und uns etwas in Richtung Norden zu verschieben. Wir fahren der Kleinen Rhone entlang quer durch die Ebene der Camargue, vorbei an Rebgebieten und Reisfeldern, bis nach Beaucaire…

…wo wir „Le Viex Mas“ besuchen, eine Farm aus dem Jahre 1900. Alles ist noch eingerichtet wie damals, das Wohnhaus des Farmers, das Schulzimmer, die Scheune mit all den Geräten für den Ackerbau und die Weinproduktion, die Schmiede und vieles mehr.

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Wirklich lohnenswert, dieser Besuch! Natürlich sind da auch all die Tiere die zu einem Bauernhof gehören: Pferde, Kühe, Schafe, Ziegen, Hühner, Hund und Katze, usw.

Auf der Weiterfahrt ändert sich die Landschaft, es wird hügelig.

Wir fahren zum Campingplatz „La Sousta“, der nur 800 m vom berühmten „Pont du Gard“ liegt – ein sehr schöner Platz in einem Pinienwald, direkt am Fluss „Gard“. Am Nachmittag spazieren wir zum Pont du Gard, dies ist die höchste Aquäduktbrücke der Welt (50 m hoch, 360 m lang, 3 Ebenen), wurde von den Römern in nur 5 Jahren errichtet und versorgte vor fast 2000 Jahren die Einwohner der Stadt Nîmes über 500 Jahre lang mit frischem Wasser.

Wir überqueren die Brücke, besuchen das Museum und eine Filmvorführung.

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Sonntag 27.Mai

Heute Vormittag besuchen wir nochmals den faszinierenden Pont du Gard, spazieren diesmal aber unter der Brücke durch, dem Fluss entlang.

Danach geht Ruedi nochmals das Museum besuchen, um in Ruhe all die Details über den Bau dieses Unesco Weltkulturerbes näher zu studieren. Inzwischen spaziere ich zurück zum Camper und nutze die Zeit um meine Fotos zu bearbeiten und am Reisebericht zu schreiben. Am Nachmittag schaut Ruedi das Formel1 Rennen von Monte Carlo am TV und ich räkle mich im Liegestuhl.

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Montag 28.Mai

Die heutige Fahrt führt uns weiter über Land, wo vor allem Wein und Kirschen angebaut werden, unterbrochen durch ganze Felder von rotem Mohn oder gelbem Ginster. Wir fahren durch viele kleine Ortschaften – jede ein Bijou. Begleitet werden wir auch heute wieder von einem wolkenlosen Himmel. In der Nähe von St.Ambroix besuchen wir eine der vielen Grotten dieser Region, die Grotte Cocalière. Da es über Mittag keine Führungen gibt, gönnen wir uns zuvor eine kurze Siesta im Camper und machen uns danach gestärkt auf den für Besucher zugänglichen 1.2 km langen Weg durch die Höhle. Die ganze Höhle wäre 46 km lang und zeigt nebst Stalagmiten und Stalaktiten auch einmalige Plattengebilde, die von der Decke hängen und deren Entstehung bis heute ungeklärt ist. Man sieht auch einen glitzernden Wasserfall und Schächte, die zu tiefer liegenden Wasserläufen führen. Schliesslich durchquert man eine prähistorische Lagerstätte, bevor man mit einer kleinen Bahn zum Ausgangspunkt zurückgefahren wird.

Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem heutigen Ziel dem Campingplatz „La Provençal“ bei Vallon-Pont d’Arc.

Da von den 220 Plätzen nur 6 besetzt sind, nehmen wir uns einen Platz direkt an der Ardèche. Wir sind froh um die schattenspendenden Bäume, denn es ist wieder 30°C heiss.

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Dienstag 29.Mai

Wir nutzen die noch angenehmen Morgenstunden um ins nahegelegene Städtchen Vallon-Pont d’Arc zu spazieren, bummeln durch die Gassen, kaufen ein paar Spezialitäten aus der Region, geniessen einen Drink in einem Strassenkaffee und besuchen die Ausstellung „Grotte Chauvet“. Da die Grotte selbst nicht besucht werden kann, werden hier in einem Film die über 400 Zeichnungen und Gravuren gezeigt, die in der Höhle gefunden wurden. Die ältesten Zeichnungen wurden mit einem Alter zwischen 35.000 und 32.000 Jahren vor der heutigen Zeit datiert – wunderschöne gut erhaltene Tierzeichnungen und -gravuren. Wieder zurück beim Camper, verbringen wir den Nachmittag im Liegestuhl, mit lesen und der weiteren Reiseplanung und schauen dabei den vielen lautlos vorbeiziehenden Kajaks und Kanus zu.

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Mittwoch 30.Mai

Um 8 Uhr verlassen wir den Campingplatz und fahren zum Pont d’Arc – einer natürlichen Steinbrücke über den Fluss Ardèche.

Weiterhin sind wir ganz alleine, es herrscht totale Ruhe. Da noch keine Kajaks und Kanus unterwegs sind ist die Wasseroberfläche spiegelglatt und so gibt es wunderschöne Reflektionen.

 

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Weiter geht die Fahrt entlang der Panoramastrasse hoch über dem Fluss – wir halten an all den vielen Aussichtspunkten an und erfreuen uns am grandiosen Blick hinunter in die Schlucht, wo sich der Fluss durchschlängelt.

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Abgesehen von ein paar Ziegen, die hier auf den Parkplätzen auf die Touristen warten, die sicher hie und da mal was zu futtern abgeben – sind wir völlig alleine. Nach der Ardècheschlucht wird das Land ganz plötzlich wieder flach und wir durchfahren riesige Weinanbaugebiete.

Bis Valence fahren wir noch auf Nebenstrassen entlang der Drôme, danach nehmen wir die Autobahn in Richtung Norden. Wir kommen auch ins Gebiet des Flusses Isère, dies  ist ein „Baumnuss-Gebiet“ und man sieht auch entsprechend viele Nussbaumplantagen.

Weiter geht die Fahrt bis Aix les Bains, wo wir auf den Campingplatz „International di Sierroz“ am Stadtrand fahren. Der Platz ist nur durch eine Promenade vom See (Lac du Bourget) getrennt. Es ist extrem heiss heute, um 16 Uhr 34,4°C. Wir unternehmen noch einen Abendspaziergang auf der Promenade.

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Donnerstag 31.Mai

Heute heisst es nach Hause fahren und zwar quer durch die Schweiz, alles auf der Autobahn Genf…

…Bern, Zürich, Weinfelden. Aber da müssen wir nun durch – denn Ruedi möchte heute Abend zu Hause sein – plötzlich zieht es ihn heim. Wir machen ein paar kurze Stopps auf Autobahnraststätten und kommen so um 14 Uhr wohlbehalten zu Hause an.

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Wir haben sechs wunderschöne, pannenfreie, interessante, abwechslungsreiche und doch erholsame Wochen hinter uns. Mein Mann und unser Camper haben gute Arbeit geleistet!

Wir sind rund 6.800 km in 45 Tagen gefahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

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