Engadin (4 Regentage) im August 2014

Campingplatz “Olympiaschanze” St.Moritz im Engadin

8.-12.August         (Verfasser: Brigitte)

Freitag 8.August

Wie schon meistens diesen Sommer, ist Regenwetter angesagt und trotzdem beschliessen wir nochmals ins Engadin zu fahren. Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass es doch irgendwann mal noch ein paar Sonnentage gibt.

Wir fahren früh los

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…und da wir auch diesmal wieder das Angebot des Autoverlads „Vereina“ nutzen, sind wir um 8:30 Uhr bereits auf dem Campingplatz „Olympiaschanze“ in St.Moritz.

Infolge des schlechten Wetters ist der Platz halbleer.

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Da wir den Platz gut kennen, suchen wir uns einen Stellplatz der nicht gerade zur Pfütze wird, wenn es stärker regnen sollte.

Das Wetter ist heute ganz akzeptabel, so beschliessen wir am Nachmittag noch einen Bummel durch St.Moritz zu machen.

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Immer wieder fasziniert mich diese Blume, die hier überall am Wegrand blüht

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Dabei entdecken wir beim neuen Hallenbad, Spa und Sportzentrum ein nettes Restaurant – obwohl der Malojawind stark bläst, können wir auf der Terrasse Kaffee und Kuchen geniessen.

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…dann noch ein bisschen Shopping

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Auf dem Rückweg spazieren wir durch den “Kempinski-Park”

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Am Abend wird grilliert – bei immer noch trockenem Wetter.

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Samstag 9.August

Die ganze Nacht hindurch hat es immer mal wieder geregnet. So entscheiden wir uns für einen Ruhetag im geheizten Camper.

Als sich am Mittag die Wolken aber lichten, beschliessen wir doch noch eine Wanderung zu unternehmen – und zwar sollte es zum Morteratsch-Gletscher gehen.

Dazu nehmen wir zuerst mal den Bus bis zum Bahnhof von St.Moritz, dort ginge es dann mit der Bernina-Bahn zum Ausgangspunkt der Morteratschwanderung.

Aber noch bevor wir am Bahnhof ankommen, schüttet es wie aus Kübeln. Da die Wanderung zum Gletscher doch etwas länger ist, verschieben wir dieses Unterfangen.

So nehmen wir den Weg rund um den St.Moritzersee unter die Füsse (knappe 5 km)

…bei schönem Wetter eine super Wanderung…aber heute… :-(

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der Blick nach St.MoritzEngadin 1 R 002

Obwohl wir wetterfest angezogen sind, kommen wir mit durchnässten Schuhen und tropfenden Hosenbeinen zurück zum Camper.

Aber wir haben immerhin etwas für die Gesundheit getan.

So sieht es inzwischen vor unserem Camper aus!

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Sonntag 10.August

Der Tag beginnt nass und trübe, doch im Laufe des Vormittages hört immerhin der Regen auf.

Wir möchten heute mal den „Segantiniweg“ abwandern.

Vom Campingplatz aus führt der Weg zuerst bergan und dann weiter als Höhenweg in Richtung St.Moritz-Dorf.

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Unterwegs informieren Tafeln immer wieder über das Leben und Werken des Malers Giovanni Segantini (1858-1899).

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Segantini galt als Meister der Hochgebirgslandschaft und begann früh mit der Freilichtmalerei. Er entwickelte eine eigene Version der pointillistischen Maltechnik, mit deren Hilfe er das ungebrochene Licht der Hochgebirgswelt wiedergeben und die naturalistische Wirkung seiner Bilder steigern konnte.

Es ist ein wunderschöner Weg mit einer reichen Flora am Wegrand – wobei ich diese mich total faszinierende Pflanze entdecke – ein Wunderwerk der Natur.

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hier sieht man die Blüte geschlossen, halb-offen und ganz-offen

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Dazwischen geniesst man immer wieder den Blick hinunter zum See.

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Nach gut einer halben Stunde erreichen wir St.Moritz.

Das Hotel Schweizerhof bietet momentan Bayrische Stimmung an, mit der „Urweisse-Hütt’n“, Bayrischer Musik und Bayrischen Spezialitäten.

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Hier lerne ich, wie man Bayrische Weisswurst richtig isst :-)

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Dann noch ein Bummel durch St.Moritz,

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bei der Konditorei Hanselmann gibt es sogar Kühe aus Schokolade!

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…sonst aber findet man in den Schaufenstern eher Angebote für ein etwas dickeres Portemonnaie!

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…aber zwischendurch auch Lustiges :-)

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Nun besuchen wir das Segantini-Museum

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Da man im Museum nicht fotografieren darf, hier ein paar Bilder Segantinis ab Postkarten

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der Kuppelsaal mit dem Alpentryptichon “Werden – Sein – Vergehen”

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der Ausblick vom Museum aus

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Danach geht die Wanderung zurück auf dem Segantiniweg.

Weil der Weg „je länger desto schöner” wird…

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… wandern wir weiter bis nach Champfèr,

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überqueren dort den Inn,

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und machen noch einen Abstecher zum Marsch-See (Lej Marsch), der nur ein paar hundert Meter vom Campingplatz entfernt liegt

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Dies ist das Restaurant beim Campingplatz

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Schlussendlich sind wir doch wieder 3 Stunden gewandert – und das bei ganz akzeptablem Wetter.

 

Montag  11.August

Ein weiterer trüber Morgen…

…wir warten noch etwas ab, ob wir eventuell doch mal noch ein paar Sonnenstrahlen abbekommen. Als sich das Wetter aber nicht zu bessern scheint, beschliessen wir dem Regen zu trotzen und auf Ruedi’s Wunsch die Wanderung zum Morteratschgletscher heute unter die Füsse zu nehmen.

Der Bus bringt uns zum Bahnhof St.Moritz

St.Moritz ist international :-)

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danach nehmen wir die Rhätische Bahn bis zur Bahnstation „Morteratsch“.

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Ausgangspunkt für die Wanderung sind der Bahnhof und das Hotel Morteratsch.

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Auf einem gut ausgebauten Naturweg spaziert man in ca. 50 Minuten zum Gletschersee und der gigantischen Eiszunge

…entlang des “Ova da Morteratsch”, der momentan sehr viel Wasser führt

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vom Gletscher geformte Felsformationen

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Unterwegs markieren Tafeln jeweils den Stand des Gletschers im entsprechenden Jahr…vor allem, wie der Gletscher sich immer rascher zurückbildet.

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Ich persönlich finde zwar diese Wanderung nicht gerade attraktiv – der Weg gleicht einer Strasse und da er einfach zu begehen ist, hat es entsprechend viel Volk – selbst an so einem Regentag komme ich mir manchmal fast so vor wie an der Bahnhofstrasse in Zürich. Die Belohnung am Ende des Weges finde ich persönlich auch nicht sehr  berauschend.

Eindrücklich ist es schon, zu sehen, wie rasch der Gletscher sich zurückzieht…hier war er 2010 und im Hintergrund sieht man, wo er heute ist (2014)

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Man sieht aber vor allem das eingelagerte Geröll das beim Abschmelzen des Gletschers übrig bleibt.

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Ich finde es viel imposanter auf einen Gletscher hinunter zu schauen, wie man das zum Beispiel von der Diavolezza oder der Alp Grüm aus kann.

Wir können allerdings noch miterleben, wie die Rega einen Verletzten vom Gletscher holt. Dabei wird zuerst der Arzt oder Sanitäter beim Verletzten auf dem Gletscher abgesetzt.

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Der Heli fliegt dann zu einem sicheren Landeplatz – hier im Flussbett und wartet bis der Patient transportfähig gemacht wurde. Dann holt der Heli den Verletzen und den Arzt wieder ab und fliegt in Richtung Spital.

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Dies erinnert mich an die Zeit, als ich als Krankenschwester dutzende von Rega-Einsätzen selbst mitgeflogen bin.

Es regnet heute nur leicht, dafür stetig.

Mit Bahn und Bus geht es zurück zum Camper

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Wir stellen fest, dass heute bereits wieder etliche Camper abgereist sind

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Wir geben die Hoffnung noch nicht auf – und planen für morgen eine Wanderung von Corviglia nach St.Moritz.

 

Dienstag 12.August

Mein erster Blick aus dem Fenster – am heutigen Morgen

Es regnet

Heimfahrt Engadin Aug 002…habe ich wirklich etwas anderes erwartet?

Wir frühstücken gemütlich im geheizten Camper und hören uns die Nachrichten an.

Im Wetterbericht werden für Morgen ergiebige und anhaltende Regenfälle angesagt…da ist für uns klar: jetzt reicht’s!!

Wir packen zusammen und verlassen den schon beinahe leeren Campingplatz.

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Die Frau an der Rezeption meint, wenn das so weitergehe, könne sie den Campingplatz schliessen.

Wir fahren durchs Unterengadin,

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nehmen den Zug durch den Vereina-Tunnel,

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fahren durchs Prättigau

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und das Rheintal

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in den Thurgau

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Um 14:30 Uhr erreichen wir unser Zuhause in Weinfelden.

Es waren 4 trübe, nasse Tage, aber ich denke wir haben das Bestmögliche daraus gemacht!

 

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