Portugal, Spanien April/Mai 2011

13.April - 25.Mai 2011    (Verfasser: Brigitte)

Mittwoch, 13.April

Der Tag unserer Abreise ist gekommen!! Früh um 6 Uhr fahren wir in Weinfelden los. Es ist ein wunderbarer, wolkenloser Morgen.

Unsere erste Tagesetappe sollte uns bis Aix les Bains in Frankreich bringen. Da wir aber ohne Stau an Winterthur, Zurich, Bern und Genf vorbeikommen, sind wir schon um 11 Uhr in Aix les Bains – obwohl wir in Estavayer le Lac schon einen ersten Halt einlegten.

So beschliessen wir, nach einer Mittagsrast, eine weitere Tagesetappe zu fahren, das heisst bis nach Valras Plage in der Nähe von Béziers am Golf de Lion. Als wir dann um etwa 17 Uhr vor dem geplanten Campingplatz stehen, ist dieser geschlossen, so wie auch alle anderen Plätze im Ort – sie öffnen erst an Ostern! Wir erkundigen uns auf einer “Pferde Ranch” nach einer Möglichkeit über Nacht zu bleiben und es wird uns ein nahegelegener Campingplatz (Camping Les Foulegues) empfohlen, der sei offen. Dort aber sagt man uns, sie würden den Betrieb erst am nächsten Wochenende aufnehmen – ha, ha!! – da sie aber schon am putzen und einräumen seien, dürfen wir gerne übernachten. Wir suchen uns einen netten Platz mit Stromanschluss. Auch die Sanitäreinrichtungen sind okay, nur das Restaurant ist noch geschlossen – dafür ist diese Nacht gratis.

Nach einem einfachen Abendessen, machen wir einen schönen Spaziergang zur Beach – vorbei an einem Biotop mit unzähligen Mücken. Aber der Abendspaziergang tut gut, nach der langen Fahrt.

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Donnerstag, 14.April

Anfangs hat es noch Wolken am Himmel, aber in Kürze entwickelt sich auch der heutige Tag wieder zu einem warmen, meist wolkenlosen Tag. Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir los in Richtung Toulouse. Den Mittagshalt machen wir in St.Elix le Château, einem herzigen, kleinen Dorf mit Schloss. Mitten im Dorf finden wir einen Picknickplatz mit grossem Parkplatz.

Danach geht es weiter auf der eher etwas langweiligen Autobahn in Richtung Spanien.

Wir fahren bis San Sebastian, wo wir uns etwas ausserhalb der Stadt, auf dem Campingplatz von Orio (Camping Playa de Orio) für die Nacht niederlassen. Am Abend spazieren wir zum Strand und erfreuen uns an einem wunderschönen Sonnenuntergang. Das Meer (Atlantik) ist eher rau, gegenüber der Mittelmeerküste.

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Freitag, 15.April   

Ausgeschlafen und frisch gestärkt fahren wir um 9 Uhr los. Unser Ziel ist das Rioja-Weinbaugebiet. Wir fahren anfangs auf der Autobahn bis Miranda de Ebro, das schon auf der Hochebene liegt. Von da an bevorzugen wir Nebenstrassen, um die hübschen Dörfchen zu besichtigen – eines davon ist Haro, wo wir durch das Städtchen bummeln. Wir machen auch zweimal einen Halt bei schönen alten Brücken über den Fluss Ebro

und in Briones besuchen wir ein einmaliges, modernes Weinmuseum -

wirklich sehenswert!

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Die ganze Fahrt geht durch riesige Weinanbaugebiete – das Wetter ist wieder super! Wir fragen uns nur, wie in dieser steinigen, trockenen Erde überhaupt Trauben wachsen können.

Wir verbringen so viel Zeit im Weinmuseum, dass wir beschliessen, nicht wie geplant zurück zur Küste zu fahren, sondern im nahe gelegenen Logrogno zu übernachten. Wir finden  einen sehr hübscher Campingplatz (Camping La Playa) am Ufer des Ebro.

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Gegen Abend machen wir einen Spaziergang in die Stadt – bummeln durch die Fussgängerzone und suchen verzweifelt ein Restaurant, wo wir etwas Feines essen können. Mehrmals fragen wir Einheimische um Rat, aber niemand kennt ein Restaurant das um diese Zeit (18 Uhr) schon geöffnet wäre!!!  So beschliessen wir zum Camper zurückzukehren und uns etwas zu kochen.

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Samstag, 16.April

Wie schon die letzten Tage hat es am Morgen noch Wolken, die sich aber jeweils bald verziehen und es wird wieder ein wunderbar sonniger Tag.

Wir fahren kurz nach 9 Uhr los – und entschliessen uns heute auf Nebenstrassen bis nach Santillana Del Mar an die Küste zu fahren. Dabei machen wir den ersten Halt in Laguardia und besichtigen das historische Dorf mit der alten Kirche.

Bald danach verlassen wir das Rioja-Weingebiet und fahren über drei kurvenreiche und steile Pässe (jeweils bis 1000m). Es ist landschaftlich wunderschön und sehr abwechslungsreich. Mittagspause machen wir am Ebro-See, dem Ursprung des Ebro-Flusses. Wir finden ein Picknick-Plätzchen direkt am See.

Um 15:30 Uhr kommen wir auf dem schönen Campingplatz in Santillana Del Mar an (Camping de Santillana), wo wir uns für 2 Nächte niederlassen.

Um späten Abend machen wir noch einen Spaziergang um den Campingplatz – es ist eine sternenklare Vollmondnacht.

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 Sonntag, 17.April

Ein wunderschöner Sonnenaufgang weckt uns um 8 Uhr. Der Himmel ist wolkenlos. Wir beschliessen eine Wanderung zur Cueva Altamira zu machen (es sind vom  Campingplatz etwa 3km bis zum Museum). Wir machen eine geführte Tour durchs Museum mit der nachgebildeten Höhle und den entsprechenden Wandmalereien aus der Zeit um 16’000 v.Ch. Die Originalhöhle ist zurzeit zwar nicht zu besichtigen, da Forschungen gemacht werden.

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Wunderschöne alte Gebäude, eine grosse Kirche, viele hübsche Läden und Restaurants mit lauschigen Gärten in der Altstadt von Santillana laden uns auf dem Heimweg zum bummeln ein – wirklich sehenswert!

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Montag, 18.April

Ein sonniger Morgen begrüsst uns – da wir aber sehen, dass im Hinterland schlechtes Wetter herrscht, streichen wir die geplante Fahrt zum Pico Europa (Gebirge bis 2650m). Auch die Küstenstrasse meiden wir, sie ist uns zu “touristisch”. So fahren wir auf Nebenstrassen durch zerklüftete Täler

und fühlen uns etwa wie im Verzascatal. Wir machen einen ersten Halt bei einer schönen alten Brücke, die über einen Bach mit glasklarem Wasser führt.

In einem grösseren Ort auf unserer Strecke finden wir endlich mal einen Supermarkt, wo wir unsere Vorräte auffüllen können.

Wie schon seit Tagen, folgen wir auch heute dem “Camino de Santiago” (Jakobspfad), wir sehen hunderte von Pilgern mit ihren langen Wanderstöcken, die Santiago de Compostela zusteuern. Auch sehen wir all die einfachen Herbergen, die speziell für diese Wanderer eingerichtet sind.

In Luarca wollen wir über Nacht bleiben, aber unser GPS findet den eingegebenen Campingplatz nicht – so suchen wir auf eigene Faust und finden auch bald einen sehr schönen Platz auf einer Klippe direkt am Meer – wo wir die einzigen Gäste sind (Camping Playa de Tauran). Am Abend zieht ein Gewitter auf.

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Dienstag, 19.April

Nach einer Regennacht können wir doch bei Sonnenschein frühstücken, denn am heutigen Tage herrscht richtiges Aprilwetter, mal Sonne mal Regen. Unser heutiges Mittagsziel ist Lugo mit seiner Altstadt aus der Römerzeit. Eine 4-7 Meter dicke Stadtmauer umschliesst die ganze Innenstadt. An irgendeinem Strassenrand mitten in der Stadt stellen wir den Camper ab und bummeln durch die Altstadt und steigen auf die Stadtmauer. Leider regnet es in Strömen.

Unser nächstes Ziel ist Santiago de Compostela – wo wir auch übernachten wollten, aber in dieser Stadt herrscht so ein “Gnusch” (Chaos), dass wir durchfahren und uns einen Platz am Meer suchen, was gar nicht so einfach ist, da Campingplätze in dieser Gegend sehr rar sind. In Boiro finden wir einen sehr einfachen Platz (Camping Barraña) – aber er ist okay für eine Nacht. Wir sind auch hier wieder die einzigen Gäste!!

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Mittwoch, 20.April

Da es heisst, dass es erst ab 8 Uhr warmes Wasser in den Duschanlagen gibt, schlafen wir etwas länger. Nur ist es so, dass es heute gar kein Wasser gibt, da etwas mit der Pumpe nicht in Ordnung sei.

Nach einer weiteren Regennacht scheint auch heute wenigstens beim Frühstück die Sonne. So fahren wir zwar gestärkt aber ungewaschen weiter. Der heutige Tag ist wieder ein Aprilwettertag, mal Regen mal Sonne. Wir beschliessen der Küste entlang um die Peninsula de Morrazo nach Vigo zu fahren und von dort zur Playa Americana, wo wir eigentlich übernachten wollten. Aber zum einen war es erst kurz nach Mittag, zum andern war der Campingplatz weit von der Playa entfernt.

So beschliessen wir weiter zu fahren und kommen schon bald über die Grenze nach Portugal, das heisst: Zeitverschiebung – wir gewinnen eine Stunde. Unterwegs kaufen wir noch frisches Fleisch und Gemüse ein. Auf dem Campingplatz in Apulia (Camping Rio Alto) bleiben wir für zwei Nächte. Der grosszügige Platz liegt am Meer mit Sandstrand, nur durch eine Düne getrennt.

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Donnerstag, 21.April

Ein Nebelhorn vom nahegelegenen Hafen weckt uns um 7 Uhr, aber wir bleiben noch etwas liegen, da wir ja einen Ruhetag vor uns haben. Am Vormittag ist das Wetter trübe, es regnet immer wieder und ist recht kühl. Nach dem Mittag aber lösen sich die Wolken auf und es gibt einen sonnigen, warmen Nachmittag, den wir mit lesen, Reiseplanung, schreiben und faulenzen geniessen. Zwischendurch spazieren wir ein wenig am Strand.

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Freitag, 22.April (Karfreitag)

Wir verlassen Apulia und fahren auf der Autopista bis Porto, wo wir im unteren Altstatdtteil direkt am Fluss Duro – der hier ins Meer fliesst – einen Parkplatz finden. Obwohl es Karfreitag ist, wird gearbeitet und die Geschäfte  sind geöffnet. Wir bummeln durch enge Gassen der Altstadt und am Duro entlang, auch wenn das Wetter nicht gerade super ist – es ist bedeckt und kühl.

Von Porto aus planten wir eigentlich, dem Duro hinauf zu folgen, um zu sehen wo Portugals Portwein herkommt, aber das Tal ist nicht sehr attraktiv (jedenfalls am Anfang), so drehen wir um und beschliessen der Küste entlang in Richtung Süden zu fahren. In Santa Maria de Feira machen wir einen Halt, besichtigen das hübsche Städtchen, trinken ein Käfeli und kaufen ein Gebäck, welches hier grosse Tradition hat – es gibt sogar einen Feiertag zu Ehren dieses Gebäcks! Es ist ein rundes, leicht süsses Brot, das oben vier Zacken hat, die die vier Türme der Burg von St.Maria de Feira darstellen.

Von hier aus fahren wir direkt zu unserem nächsten Zielort – Foz de Aralho– (Camping Foz do Aralho), wo wir übernachten.

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Samstag, 23.April

Nach einer stürmischen Nacht, fahren wir um halb 9 Uhr los in Richtung Lissabon – wir sind fast alleine auf der Autobahn, ob es daran liegt, dass es Samstagmorgen ist, oder daran, dass die Autobahngebühren sehr hoch sind (?). Wir fahren durch die Stadt und überqueren auf der längsten Brücke Europas (17,2km) den Fluss Tejo.

Das Wetter ist immer noch mies, wir sehen aber, dass es im Hinterland blauen Himmel hat. So verlassen wir die Küste und fahren auf dem kürzestem Weg zu unserem nächsten Zielort – nach Evora.

Kurz vor Evora wollten wir eigentlich noch die Megalithenanlage besichtigen. (Megalithen sind 2 – 4m große Steine, die vor 4000 – 5000 Jahren, meist grob bearbeitet, zu Kreisen (Cromlech) oder Grabkammern (Dolmen) aufgestellt wurden. Auch einzelne aufgerichtete große Steine (Menhire)  gehören dazu. Etwa 12 km östlich von Evora finden Sie die bekanntesten Beispiele der Megalithkultur.)

Dabei folgen wir einer beschilderten Strasse, bis sie nur noch ein schlammiger Feldweg ist, von da an wären es noch 4km zu fahren gewesen . So beschliessen wir umzukehren, wobei das Wendemanöver mit dem 6,5m langen Camper auf dem schmalen Weg voller Pfützen schon eine Herausforderung ist. Dafür finden wir dann den Campingplatz auf Anhieb (mit Hilfe der Koordinaten).

Das Wetter ist inzwischen wunderschön sonnig und warm, auch der Campingplatz ist bestens (Camping Orbitur Evora) – so beschliessen wir 2 Nächte zu bleiben.

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Ostersonntag, 24.April

Wir haben super geschlafen und gehen frisch und munter die wunderschöne Stadt erkunden (ein UNESCO Weltkulturerbe). Man merkt überhaupt nicht, dass heute ein Feiertag ist – die Boutiquen in der Stadt sind geöffnet. Ich kaufe mir ein paar Souvenirs. Es werden vor allem Sachen aus Kork angeboten – von Handtaschen über Untersetzer, Postkarten, bis zu Portemonnaies gibt es alles aus Kork. Wir sind ja hier schliesslich im Gebiet der Korkgewinnung!

  

Evora

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Wir bummeln durch die Stadt, besichtigen die Kathedrale (erbaut 1250-1350) mit den wunderschönen Portalen, den verschiedenen Kapellen und einem sehenswerten Kreuzgang – wirklich lohnenswert!  Nicht weit von der Kathedrale entfernt stehen die Überreste des Römischen Diana Tempels.

Aquädukt aus dem Jahre 1537 – man kann davon noch ganze 9km sehen.

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Montag, 25.April

Ein ebenso wolkenloser Morgen begrüsst uns – wir fahren wie meistens etwa um 9 Uhr weg. Als erstes versuchen wir nochmals zu den Megalithen zu kommen, diesmal von einer anderen Seite, aber es ist dasselbe – schmale holprige Natursträsschen – also geben wir auf. Wir fahren nun in Richtung Beja und planen Mittagsrast an einem See unterwegs zu machen. Aber auch diesen See finden wir nicht – obwohl auf der Karte die Strasse direkt über den See führt (?), wir sehen ihn nur hie und da von weitem.

Aber landschaftlich ist es wunderschön hier, es wachsen hier sehr viele Korkeichen. Dabei sieht man die geschälten Stämme mit der Jahreszahl, wann die Rinde entfernt wurde, denn Kork kann man nur alle 9 Jahre “ernten”.

Danach fahren wir durch grosse Olivenhaine, Rebberge, Orangenplantagen und viel Landwirtschaft -  sehen grosse Kuhherden, Schafe und viele Pferde – und immer wieder Aquädukte. In Beja geht es wieder auf die Suche nach dem Campingplatz, aber da wo er laut Koordinaten sein sollte, steht ein Zirkus. Also beschliessen wir zum einzigen noch verbleibenden Campingplatz zwischen hier und der in etwa 150 km entfernt liegenden Algarve zu fahren und hoffen, dass es dort noch ein Plätzchen hat für uns!

In Serpa finden wir den Platz auf Anhieb und er ist sehr schön und grosszügig, zudem nur schwach besetzt (Camping Serpa).

Wir machen am Nachmittag einen Bummel durch das hübsche Städtchen, steigen hinauf zur Burg und spazieren der Stadtmauer mit Aquädukt entlang. Danach geniessen wir den sonnigen Abend vor dem Camper.

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Dienstag, 26.April

Und wieder weckt uns ein wunderschöner Tag. Wir machen noch ein paar Einkäufe im Lidl in Serpa, dabei werden wir von Sonja angesprochen, einer Schweizerin, die seit 5 Jahren mit ihrem Mann hier wohnt. Sie erzählt uns, dass sie und ihr Mann ein Gästehaus betreiben und Wanderungen und Kanufahrten anbieten. Sie lädt uns ein, doch zu einem Kafi vorbeizukommen – was wir natürlich gerne annehmen. Etwa 15km ausserhalb Serpa, sehr abgelegen, finden wir Sonja und Felix’ kleines Paradies, das in einem Nationalpark liegt (www.cantardogrilo.com). 

Sie haben sich ein wunderschönes Haus gebaut mit Gästezimmern für 8-10 Personen – viel Umschwung gehört dazu, ein Swimmingpool und eine traumhafte Aussicht übers Land. Für die Gäste ist Felix der Wanderführer und Kanu-Leiter, Sonja kocht und betreut die Gäste im Haus. Wir verbringen ein paar interessante Stunden mit den beiden und erfahren viel über das Leben in Portugal – vorallem im Alentejo (Südportugal).

Felix gibt uns noch einen Geheimtipp – dass es in der Nähe einen sehr schönen Stellplatz hat, direkt an einem kleinen See. In Mina de Santo Domingo finden wir dieses traumhafte Plätzli. Obwohl es über 20 Stellplätze hat, sind nebst uns nur noch 4 weitere besetzt. Wir geniessen den schönen Abend im Liegestuhl und beim grillieren, wobei man schon den Schatten unter den Bäumen sucht.

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Mittwoch, 27.April

Heute fahren wir auf kurvenreichen Strassen über Hügel, durch Prairieland und Pinienwälder und durch herzige kleine Dörfli in die Algarve ans Meer. Auf dem höchsten Punkt machen wir eine kurze Rast, denn von hier aus hat man eine einmalige Aussicht in alle vier Himmelsrichtungen.

Auf der schmalen Strasse hier im Hinterland sind sehr viele Zigeuner unterwegs. Meistens sitzt die ganze Familie mit ihrer Habe auf einem zweirädrigen Karren, der von einem Pferd gezogen wird, dabei haben sie immer noch 3-4 weitere Pferde dabei. Es ist sehr schwierig ganze Karawanen solcher Wagen und Pferde auf den engen Strassen zu überholen.

Unser Ziel wäre ein Campingplatz in Olhao, aber die Stadt gefällt uns nicht, zudem liegt der Campingplatz fernab vom Meer. Wir beschliessen, der Küste entlang weiterzuziehen und finden schon bald den geeigneten Platz in Fuzeta direkt am Meer (Parque Campismo Fuzeta). Wir machen noch einen Spaziergang zu den vorgelagerten Sandinseln und rund um den Campingplatz – dabei sehen wir ein paar nette Beizli, wo wir nach einem Relaxnachmittag ein feines Abendessen geniessen.

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Donnerstag, 28.April

Da wir heute in Fuzeta bleiben, wollen wir etwas unternehmen. Wir bummeln zum kleinen Fischerhafen und sehen dem geschäftigen Treiben der Fischer zu, die mit ihren Booten vom Fischfang zurück kommen.

Fischerhafen von Fuzeta

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Wir erkundigen uns, ob auch Boottouren angeboten würden. Einer der Männer sagt uns, wenn wir eine halbe Stunde warten würden, bis er den neuen Motor eingebaut habe, würde er mit uns eine Bootsfahrt machen. Wir sagen natürlich gerne zu. Und prompt nach dieser halben Stunde geht die Fahrt los. Rodgiero ein netter Portugiese führt uns – mit seinem kleinen Boot – zuerst zur Insel Armona, einer sehr gepflegten kleinen Insel, auf der es keine Autos gibt, nur Fahrräder. Hier trinken wir zusammen ein Käfeli…

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…spazieren durch die Strassen und sehen uns die schönen Häuser an. Weiter geht die Fahrt nach Olhao, dort besuchen wir den grossen Gemüsemarkt, während Rodgiero im Boot am Hafen wartet.

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Nächster Halt ist auf einer Sandinsel – nichts als Sand, blaues Meer und ein wolkenloser Himmel!  Hier sehen wir ein einmaliges Phänomen – einen Regenbogen rund um die Sonne – obwohl es kein Wölkli am Himmel hat. Rodgiero erklärt uns, das bedeute, dass es morgen regnen werde.

Zurück auf dem Campingplatz machen wir zuerst Siesta und bummeln danach durch das Städtchen. Abendessen gibt es im gleichen Beizli direkt neben dem Campingplatz, wie schon gestern – es war so gut!

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Freitag, 29.April

Wie Rodgiero prophezeit hat, regnet es heute. Wir fahren früh los und überqueren schon bald die Grenze zu Spanien, dabei verlieren wir eine Stunde – Zeitdifferenz. Wir wollten heute eigentlich Sevilla besuchen, aber wir haben echt keine Lust in die Stadt hinein zu fahren – so umfahren wir sie auf der Autobahn. Wir beschliessen, diese Stadt mal mit einem Städteflug zu besuchen. So ist unser heutiges Ziel der Campingplatz in Tarifa (Camping Rio Jara), dem südlichste Punkt Spaniens. Unterwegs fahren wir zuerst durch grosse Orangenplantagen und dann durch weitläufige Olivenhaine.

Der Campingplatz ist am Meer aber durch breite Sanddünen vom Wasser getrennt. Von hier aus sieht man nach Afrika – es sind nur 15km dazwischen.

Wir machen einen Strandbummel – aber es windet stark. So verziehen wir uns schon früh in den Camper.

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Samstag, 30.April

Es hat die ganze Nacht in Strömen geregnet – so sind wir froh, dass wir problemlos aus dem sumpfnassen Wiesengelände des Campingplatzes rauskommen. Unser heutiges Ziel ist Gibraltar. Zuerst machen wir aber noch Einkäufe beim Lidl – von denen es übrigens in jedem Dorf einen hat. Die Wolken haben sich inzwischen verzogen und die Sonne scheint.

Bei der Einfahrt nach Gibraltar verpassen wir den Parkplatz vor der Grenze – so müssen wir durch den Zoll und hinein in die Stadt. Hier herrscht so ein „Gnusch“ – kilometerlange Staus und keine Parkplätze – nach fast einer Stunde im Schritttempo, beschliessen wir Gibraltar wieder zu verlassen – den Fels haben wir ja gesehen.

Von hier aus geht es der Costa del Sol entlang – die ihrem Namen alle Ehre macht – es ist wolkenlos. Es ist zwar traurig zu sehen, wie die ganze Küste mit wirklich abscheulichen Überbauungen total “zubetoniert” wurde. Oft völlig leerstehende oder gar nicht fertig gebaute Siedlungen.

Wir umfahren Malaga und finden kurz danach in Almayate einen sehr schönen Campingplatz (Camping Almayate Costa) – mit allem was das Herz begehrt – direkt am Meer, langer Sand- und Kieselstrand, Swimmingpool, Minimarket, wo es alles zu kaufen gibt was man so braucht, schöne Sanitäranlage, schattenspendende Bäume, TV-Anschluss, gratis Internet…. Wir beschliessen 3 Nächte zu bleiben.

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Sonntag, 1.Mai

Wir schlafen lange und geniessen dann ein gemütliches Frühstück. Ich beziehe die Betten frisch und wasche eine Maschine voll Wäsche. Danach lade ich mal all meine 950 Fotos, die ich bisher gemacht habe auf den Computer und bearbeite sie schon mal. Zwischendurch machen wir einen Bummel am Strand entlang, lesen oder relaxen ganz einfach.

Etwas später spazieren wir ins nahegelegene Dorf (1km entfernt), dort soll es ein Restaurant haben. Als wir aber dort ankommen, ist das Restaurant völlig überfüllt mit einer Gesellschaft (gegen 100 Gäste) – es herrschen ein uu Lärm und eine solche “Sauerei” auf und unter den Tischen. Wir versuchen es im Cafe mit Bar nebenan, wo Paellas ausgeschrieben sind. Als ich nach Paella frage, schaut die gute Frau in den Kühlschrank und schüttelt dann den Kopf – es sei nichts mehr da!!! So wandern wir zurück zum Camper und schieben eine Pizza in den Ofen. War auch ganz fein.

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Montag, 2.Mai

Etwa um Mitternacht zieht ein starker Sturm auf, sodass wir noch das Vordach einziehen – kurz darauf regnet es.

So schlafen wir am Morgen aus und frühstücken zum ersten Mal drinnen, da es draussen nass und kühl ist. Danach bessert sich das Wetter zwar wieder, aber wir geniessen trotzdem einen gemütlichen Tag im und um den Camper ohne grosse Aktivität – ausser einem Spaziergang um den Campingplatz.

So ein Ruhetag tut ganz gut!

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Dienstag, 3.Mai

Die Sonne weckt uns um 8 Uhr. Nach dem Frühstück verlassen wir den Campingplatz und fahren auf der Küstenautobahn bis Motril. Von dort geht’s ins Hinterland in Richtung Granada. Die Autovia führt uns durch eine zerklüftete, bergige Landschaft und über unzählige Viadukte und durch viele Tunnels. Es bläst ein kräftiger Wind, der uns manchmal fast von den Brücken weht! Aber schon am Mittag sind wir auf dem Campingplatz in Granada (Camping Sierra Nevada). Der Platz liegt in der Stadt – ist aber trotzdem sehr ruhig.

Am frühen Nachmittag nehmen wir den Bus, der uns von der Haltestelle direkt beim Campingplatz ins Stadtzentrum bringt. Wir bummeln durch die Gässchen Granadas – überall werden offene Gewürze und Tees angeboten – es duftet dementsprechend gut!

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Unser Ziel ist Albaicin – der älteste Stadtteil Granadas, am Hang eines Hügels gegenüber des Alhambra-Hügels. Durch schmale Gässchen und über viele Treppen geht es steil bergauf. Fast zuoberst lädt uns ein kleiner Park zum verweilen ein. Von hier aus hat man eine gute Aussicht auf die Alhambra und vor allem über die ganze Stadt.

Wir besuchen ein kleines Museum – und bald danach treffen wir auf ein Fest, das hier im Freien gefeiert wird. Mit viel Musik und Kindern in ihren hübschen Kleidchen wird getanzt, geklatscht und gelacht – so eine Fröhlichkeit sieht man bei uns selten!!!

Am Rande dieses Festplatzes entdecken wir ein kleines Beizli, wo wir eine Paella essen und dem “Rummel” zusehen.

Danach geht’s wieder steil bergab zur Busstation und zurück zum Camper, wo wir Siesta halten!

Frisch erholt machen wir uns noch auf ins nahegelegene Shoppingcenter (etwa 50m vom Campingplatz) und kaufen gross ein.

Bis Mitternacht wird in der Stadt noch gefeiert, mit lauter Musik, Böllerschüssen und Feuerwerk. Aber um Punkt Mitternacht ist Ruhe – und zwar so ruhig, man glaubt nicht in einer Grossstadt zu sein. Wir schlafen auch entsprechend gut!

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Mittwoch, 4.Mai

Ein wolkenloser Tag! Wir nehmen wieder den Bus in die Stadt und besuchen einige der prunkvollen Kirchen, ein Kloster und ein Museum. Kaum vorstellbar, was es da an Prunk zu sehen gibt!!!!

Danach schlendern wir durch die Gassen mit den schönen Boutiquen und sonstigen “Lädelis” – kaufen dies und jenes und geniessen dann das Mittagessen an der Sonne in einem kleinen Gartenrestaurant mitten im hektischen Alltag von Granada.

Danach bummeln wir noch ein wenig durch die Strassen und schleppen uns dann irgendwann mit müden Beinen zur Busstation und fahren zurück zum Camper – wo auch heute eine Siesta echt gut tut.

Später zieht es uns nochmals ins nahe Shoppingcenter. Danach noch ein bisschen relaxen und dann ein feines Abendessen im Restaurant des Campingplatzes.

Der Campingplatz ist eine richtige Ruhe-Oase in dieser lebhaften Stadt!

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Donnerstag, 5.Mai

Die nette Dame an der Camping-Rezeption konnte uns für heute noch Tickets besorgen für den Besuch der Alhambra (Maurische Stadtburg). So fahren wir mit dem Bus ins Zentrum und dann mit dem Shuttle-Bus hinauf zur Alhambra. Wir sind glücklich schon Tickets zu haben und nicht anstehen zu müssen, wenn man die lange Warteschlange am Schalter sieht!

Es ist ein wolkenloser Tag mit knapp 30°. Trotzdem ist die Sierra Nevada noch schneebedeckt.

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Stundenlang schlendern wir durch die Gärten und Gebäude der riesigen Anlage, klettern auf Türme und ruhen uns zwischendurch auch mal aus, denn man steigt unzählige Treppenstufen hinauf und hinunter!! Die Burganlage ist aus dem 9.Jh., die Paläste aus dem 16.-18.Jh.

Für 13:30 Uhr haben wir Tickets, die uns dann ins “Allerheiligste” (die Nasriden- oder Königspaläste) einlassen, denn hier ist die Anzahl der Besucher kontingentiert. Wir durchstreifen wunderschöne Säle, denen man ganz klar den orientalischen Einfluss ansieht.

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Anstrengend aber lohnenswert war dieserTag! Müde nehmen wir den Bus zurück zum Camper, gönnen uns dort die verdiente Ruhe und geniessen den schönen Abend auf dem Campingplatz.

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Freitag, 6.Mai

Auch heute wieder ein wunderbar sonniger Tag. Früh verlassen wir Granada und fahren nach Guadix, wo wir die Felswohnungen besuchen möchten – wir kommen gut durch die Stadt, aber kurz vor dem Felswohnungs-Quartier ist eine Baustelle und die Strasse geschlossen. So kehren wir um und verlassen Guadix wieder. Unterwegs sehen wir aber der Strasse entlang noch solche Wohnungen, wo die Menschen noch heute in vollständig in den Fels eingebauten Häusern leben. Wie wir später aber erfahren, sind in letzter Zeit viele der hunderte von Jahren alten Felshäuser und -wohnungen eingestürzt.

So fahren wir auf der Autobahn weiter bis Mini-Hollywood – einer Wildwest-Stadt. In dieser Gegend wurden schon einige grosse Filme gedreht (z.B.  Lawrence of Arabia, Indiana Jones, Valdez Horses…). Auf der Fahrt haben wir immer die schneebedeckte Sierra Nevada vor oder neben uns. In Mini-Hollywood nehmen wir im Saloon einen Drink…

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…durchstreifen das Dorf und sehen uns am Mittag den “live Banküberfall” mit Pferden, Banditen, Sheriff….. und Schiessereien an.

Zum Gelände gehört auch ein kleiner Zoo.

Von da aus gibt es eine lange Fahrt bis Cabo de Palos an der Costa Blanca. Anfangs fahren wir durch Orangen- und Olivenhaine, dann durch eine karge Gegend, ähnlich den Badlands und später in der

Gegend von Almeria ist die ganze Landschaft verschandelt durch Treibhäuser – Plastik soweit das Auge reicht.

Der Campingplatz in Cabo de Palos ist riesig (etwa 2000 grosszügige Plätze), direkt am Meer mit einem Sandstrand und Palmen (Camping La Manga).

Am Abend kommt ein starker Wind auf und in der Nacht fallen ein paar Regentropfen.

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Samstag, 7.Mai

Nach dem kurzen Regen in der Nacht lacht die Sonne wieder vom wolkenlosen Himmel. Wir schalten einen Ruhetag ein. Am Vormittag machen wir einen Bummel auf dem Campingplatz – wo es so ziemlich alles im Angebot hat – Pool, Hallenbad, diverse Sportplätze, Supermarkt und sogar eine Kirche!

Wir ändern auch noch unsere Reisepläne – wir werden nicht wie vorgesehen der Mittelmeerküste nach Norden folgen, sondern ins Landesinnere fahren – in Richtung Toledo – vor allem weil wir die meist total verbauten Küstenregionen schrecklich finden ,aber auch weil wir eine ganze Woche Vorsprung habenAm frühen Abend gehen wir wieder zum Apéro an die Beach und geniessen den wunderschönen Abend.

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Sonntag, 8.Mai

Eine Amsel auf dem Baum neben dem Camper weckt uns mit ihrem Lied und ein wolkenloser Morgen begrüsst uns.

Wir beschliessen noch zum Leuchtturm im nahegelegenen Cabo de Palos zu fahren, was sich wirklich lohnt – man hat eine tolle Aussicht aufs Meer und die Küste von La Manga.

Von da geht die Fahrt ins Hinterland – zuerst wieder vorbei an riesigen Flächen von Plastikfolie (Treibbeete), dann an Orangen- und Zitronenplantagen, später an Olivenhainen und Rebgebieten (Jumilla). Wir kommen immer höher in eine hügelige bis gebirgige Landschaft, was die Fahrt sehr abwechslungsreich macht. Die Luft ist unglaublich klar, so hat man eine super Weitsicht.

unterwegs nach Toledo

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Wir sind nun im Gebiet von La Mancha, auf den Spuren von Don Quichotte, sehen auch hie und da einige der leider nur noch seltenen weissen Windmühlen. Bei einer dieser Windmühlen machen wir Mittagsrast.

DonQuichotte

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Um 13 Uhr sind wir bereits auf dem Campingplatz bei Ossa de Montiel (Camping Los Batanes). Der Platz liegt in einem wunderschönen Naturpark direkt an zwei herzigen Bergseen (Lagunas) mit schönen Wasserfällen. Es hat insgesamt 15 solcher Lagunas auf einer Strecke von 28km.

Wir machen einen Lauf dem ersten See entlang und relaxen danach unter den schattigen Bäumen beim Camper.

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Montag, 9.Mai

Und wieder geht die Sonne auf… Wir fahren um 8 Uhr weg – entlang der vielen Seen. Es gibt tolle Reflexionen, da die Wasseroberfläche spiegelglatt ist. Unser heutiges Ziel ist Toledo, die einstige Hauptstadt Spaniens. Zuerst geht die Fahrt durch hügeliges Gelände mit vielen Laubbäumen, später durch eine riesige Ebene, wo Oliven und Wein angebaut wird, dann wieder unendliche Weite. Abwechslung bringen die vielen  wunderschönen, roten Mohnfelder.

In Consuegra sehen wir schon von weitem einen Hügel mit einer Burg und den schon lang ersehnten Windmühlen – sind wir doch im Gebiet von La Mancha bei Don Quichotte!

Wir schleppen uns zu Fuss auf den Berg – obwohl es eine gute Strasse und oben einen grossen Parkplatz hätte!! Aber wenigstens hat sich der Aufstieg gelohnt! Wir besuchen die Burg und haben eine tolle Aussicht über das Städtchen und übers Land.

Weiter geht es dann auf der Autobahn nach Toledo – wo wir um 13 Uhr schon auf dem Campingplatz sind. Der Platz ist schön gelegen, direkt am Rio Tajo, dem Fluss, den wir in Lissabon schon unter dem Namen Tejo getroffen haben. Der Campingplatz (Camping El Greco)  ist nur schwach besetzt.

Wir geniessen einen Relax-Nachmittag in den Liegestühlen im kühlen Schatten der Bäume und planen die Fortsetzung unserer Reise.

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Dienstag, 10. Mai

Und wieder scheint es ein heisser Tag zu werden – es ist wolkenlos. Heute wollen wir die Stadt Toledo besichtigen, dazu nehmen wir den Bus, der uns vom Campingplatz direkt in die Altstadt bringt. Der Fluss Tajo umschliesst die Altstadt, so kommt man nur über eine Brücke ins Zentrum.

Wir bummeln durch die engen Gassen, besuchen Kirchen, ein Kloster, ein Museum und viele Kunsthandwerk-Anbieter. Die Gassen sind so eng, dass man die Fassaden der grossen Kirchen und zum Teil hübschen alten Häuser kaum sehen kann, vor allem ist es schlimm, dass sich durch jede noch so schmale Gasse der Verkehr zwängt – manchmal muss man sich flach an die Wand stellen und den Bauch einziehen, dass ein Auto vorbeikommt!!

Vom vielen herumbummeln müde, geniessen wir das Mittagessen auf einer Plaza.

Inzwischen ist es 32° heiss! – so beschliessen wir noch eine Sightseeing-Tour mit dem offenen Doppeldeckererbus zu machen. Diese Tour führt uns vor allem aussen um die Stadt herum, zum Teil auf höher gelegene Aussichtspunkte, von wo man eine tolle Aussicht auf die Altstadt hat.

Danach kehren wir zurück zum Camper und geniessen den schönen Abend.

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Mittwoch, 11.Mai

Wir verlassen Toledo und fahren in Richtung Zaragoza, zuerst über eine riesige Ebene, wo vor allem Ackerbau betrieben wird. Danach geht es stetig leicht bergauf, hier werden vor allem Oliven angebaut. Die Strasse wird immer steiler und kurviger und wir sind oft umgeben von schroffen Felswänden,  der höchste Punkt liegt auf 1600m. Hier oben ist es schon recht alpin. Am Mittag finden wir ein tolles Picknick-Plätzli an einem Waldrand.

Nach Catalayud möchten wir auf die Autobahn, aber die Einfahrt ist wegen Bauarbeiten gesperrt –  

auf der Umfahrung verfahren wir uns dann – und kommen so auf Umwegen dann aber doch noch nach Zaragoza. Unterwegs fahren wir vor allem durch Weinanbau-Gebiete, Kirschen- und Pfirsichplantagen. Auch heute ist wieder ein heisser Tag (32°).

Da diese Stadt keinen sehr attraktiven Eindruck macht, beschliessen wir nur eine Nacht zu bleiben. (Camping Ciudad de Zaragoza).

Am Abend essen wir im Restaurant des Campingplatzes, wo es zwar recht turbulent und vor allem laut zu und her geht, denn es wird ein Kindergeburtstag gefeiert!!! – aber das Essen und der Wein waren gut.

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Donnerstag, 12.Mai

Unser heutiges Ziel ist der Bergstaat Andorra. Ich wollte schon immer mal nach Andorra!!

Um 8 Uhr fahren wir in Zaragoza weg. Da wir anfangs die Autopista (gebührenpflichtig) nehmen, hat es kaum Verkehr. Auch heute durchqueren wir zuerst wieder eine riesige, eher karge, trockene Ebene – schon fast wüstenartig – es hat nur selten etwas Landwirtschaft. Irgendwo überqueren wir mal den nullten Längengrad  (Greenwich-Meridian), der durch einen Bogen über die Strasse markiert ist.

Danach wird das Land hügeliger und fruchtbarer, es hat wieder Trauben, Oliven-, Pfirsich- und Kirschbäume und immer wieder die roten Farbtupfer der Mohnfelder.

Gegen Mittag erreichen wir einen Stausee, bei dem wir Mittagsrast machen. Es ist immer noch sonnig und heiss, aber man sieht schon, dass in den nahen Pyrenäen die Wolken hängen – wie schon am Anfang unserer Reise, als wir auf der Nordseite der Pyrenäen entlangfuhren. Trotzdem halten wir daran fest, nach Andorra zu fahren – Wetter hin oder her.

Unterwegs kommen wir bei einem grossen “Carrefour” vorbei, da müssen wir natürlich rein für einen Grosseinkauf – denn unsere Schränke sind fast leer!!

Die Strasse hinauf nach Andorra ist gut aber oft sehr kurvig, manchmal sehr eng oder auch wieder sehr steil – aber sie führt uns durch eine faszinierende Berglandschaft.

Schon am  frühen Nachmittag überqueren wir die Grenze zu Andorra.

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Ich habe eigentlich eine etwas attraktivere Stadt erwartet. Es ist alles sehr eng hier – rundum ragen hohe Felswände in die Höhe, dazwischen kleben die Häuser, fliesst ein Bach und die Strasse schlängelt sich auch noch durch – so entsteht ein echtes “Gnusch”.  Es hat unzählige Hotels und ebenso viele Läden – man sagt jeder Einwohner von Andorra besitze ein Geschäft!

Auch der Campingplatz ist nicht gerade das “Gelbe vom Ei”, aber nur für eine Nacht okay. Fast der ganze Platz ist mit Wohnwagen von Dauercampern besetzt – aber kein Mensch ist hier, so kommen wir uns vor wie in einer “Ghost Town”!

Wir geniessen einen Ruhenachmittag mit lesen, schreiben und der weiteren Reiseplanung. Am Abend zieht ein Gewitter über Andorra.

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Freitag, 13.Mai

Es war eine kalte Nacht (8°), auf den umliegenden Bergspitzen liegt noch Schnee!

Aber das Wetter hat sich wieder gebessert. Wir verlassen Andorra und erleben eine abenteuerliche aber interessante Fahrt von 1600 m ü.M. hinunter auf Meereshöhe – auf engen kurvigen Strassen mit meistens einem Gefälle von mindestens 10%!

Wir machen hie und da einen kurzen Foto-Stopp, denn die Kulisse ist genial – rundum Berge, die kurvige Passstrasse, kleine Bergdörfer, Viadukte und Tunnels und immer wieder der Blick hinunter in Richtung Meer, wo unser Ziel Perpignan (Frankreich) liegt.

Schon um 13 Uhr kommen wir zum Campinglatz in Canet Plage – ein Superplatz (Camping Le Brasilia*****), direkt am Meer mit einer langen Sandbeach. Auch sonst bietet der Platz so ziemlich alles, was man sich wünschen kann…

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…diverse Shops, Restaurant, Badelandschaft, ein Angebot von unzähligen Sportarten, Unterhaltung und vieles mehr.

Wir beschliessen mal sicher 2 Nächte zu bleiben.

Es ist ein heisser Nachmittag – wir machen einen Bummel zuerst entlang der Beach bis zu einem sehr modernen Leuchtturm und dann durch den ganzen Campingplatz.

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Samstag, 14.Mai

Ein sonniger Morgen begrüsst uns. Um 10:30 Uhr nehmen wir das Bähnli, das uns vom Campingplatz zum Hauptplatz in Canet Plage führt – eine 15-minütige, etwas rumplige aber lustige Fahrt. Auf dem Hauptplatz in Canet Plage direkt am Meer findet jeden Tag der grosse Markt statt – ein emsiges Treiben. Wir bummeln durch den Markt, durch die umliegenden Gassen und spazieren dem langen Sandstrand entlang. Es ist inzwischen sehr heiss, zum Glück weht immer ein Lüftchen. Das Mittagessen lassen wir uns in einem der vielen Beizli auf dem Hauptplatz schmecken.

Da aber um 13 Uhr die Marktfahrer abgezogen und auch alle Läden geschlossen sind, beschliessen wir ein Taxi zurück zum Campingplatz zu nehmen, da das Bähnli erst wieder um 16:30 Uhr fahren würde.

Zurück beim Camper halten wir Siesta. Um 21:30 Uhr wird auf dem Campingplatz das Musical “We Will Rock You” dargeboten. Bei einem Glas Rotwein geniessen wir das Spektakel – es ist genial!!

Danach schlafen wir tief und fest, obwohl ein starker Wind aufgekommen ist.

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Sonntag, 15.Mai

Dank dem starken Wind ist es wolkenlos, so beschliessen wir noch eine weitere Nacht hier zu bleiben – zumal es Ruedi’s Geburtstag ist. Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir einen langen Strandspaziergang und danach ein bisschen Shopping in den Läden des Campingplatzes. Alles in allem geniessen wir aber einen ruhigen Sonntag. Wir gehen heute etwas früher zu Bett, da wir morgen zeitig starten möchten – wir haben eine lange Strecke vor uns.

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Montag, 16.Mai

Da wir früh aufgestanden sind, die Ausfahrt aber erst ab 7 Uhr offen ist, gehen wir noch zum Strand, den Sonnenaufgang zu fotografieren.

Danach fahren wir los – es wird eine lange, etwas langweilige Fahrt, da wir die Autobahn benutzen. Zudem kostet uns diese Fahrt von Perpignan bis Cannes 100.-Fr. Autobahngebühr!! Einen kurzen Picnic-halt machen wir auf einem Rastplatz.

Um 15:30 Uhr kommen wir auf dem Campingplatz (Camping Les Cigales) in Mandelieu an – einem Vorort von Cannes. Wir haben Bekannte, die im Sommer hier in Cannes wohnen.

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Dienstag, 17.Mai

Den heutigen Tag verbringen wir mir unseren Bekannten in Nizza. Wir bummeln gemeinsam durch die Gassen der Altstadt, machen in einem Spezialgeschäft einen „Olivenöl-Grosseinkauf“ und besuchen den Blumenmarkt, eine ganz besondere Augenweide!

Nach einem Double-Cheeseburger bei MacDonalds machen wir uns gestärkt auf, die Stadt zu erkunden – mit dem Doppeldeckerbus. Es ist eine tolle Fahrt durch die verschiedenen Quartiere von Nizza, vorbei an prunkvollen alten Häusern, Kirchen, Museen…, wobei man viel über die Geschichte dieser Stadt erfährt.

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Danach beschliessen wir noch ins Zentrum von Cannes zu fahren, wo momentan grad die Filmfestspiele stattfinden – sehenswert!!! – mal den roten Teppich zu sehen, wo all die Stars jeweils am Abend darüberschreiten, oder dann das Volk, das schon Stunden vorher an der Strasse steht, um mal kurz einen Blick auf einen dieser prominenten Gäste zu werfen!

Aber wir sind froh, als wir wieder aus dem ganzen Rummel raus sind!

Zum Abendessen gehen wir ins Lieblingsrestaurant unserer Bekannten – ein kleines Beizli in einer kleinen Gasse, wo wir mit einem exklusiven Nachtessen verwöhnt werden.

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Mittwoch, 18.Mai

Um 8:30 Uhr verlassen wir den Campingplatz in Cannes (Mandelieu) und fahren zuerst mal über die Autobahn bis nach San Remo. Dort machen wir einen Halt, da wir beim Stadteingang einen grossen, zwar gebührenpflichtigen Parkplatz finden. Wir spazieren eine halbe Stunde der Promenade entlang. Als wir die Parkgebühr bezahlen – oh Schock! – 30 Minuten = 30 Euro!! (1 Euro pro Minute), denn wir müssen mit dem Camper die gleiche Gebühr bezahlen wie die Reisecars – da hilft alles reklamieren nichts. Jä nu.

Ab San Remo setzen wir die Fahrt auf der Küstenstrasse fort und fahren bis Cervo an der Ligurischen Küste.

Vor dem Mittag sind wir schon auf dem Campingplatz “Del Mare” – und fühlen uns sofort wieder wie zu Hause, waren wir doch im letzten September hier. Der Platz ist direkt am Meer und unser Camper steht unter blühenden Oleanderbäumen – ein kleines Paradiesli – zudem ist der Campingplatz fast leer.

Es ist wieder ein wolkenloser Tag, so beschliessen wir am Nachmittag noch die Altstadt von Cervo zu erklimmen – hinauf zur Kirche, durch all die Gässli und zurück dem Strand entlang.

Gegen Abend machen wir noch einen Grosseinkauf im Supermarkt von San Bartolomeo.

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Donnerstag, 19.Mai

Um 6:15 Uhr gehe ich an den Strand um den Sonnenaufgang zu fotografieren – es herrscht totale Stille und eine super Morgenstimmung!

Danach gibt es ein gemütliches und ausgiebiges Frühstück an der Morgensonne.

Gestärkt machen wir uns auch heute wieder auf in die Altstadt – schlendern durch alle Gässli, kaufen ein paar Kleinigkeiten in den herzigen Läden  und geniessen die Aussicht auf einer Restaurantterrasse.

Am Mittag spazieren wir noch durch den Wochenmarkt von Cervo, kaufen Gemüse, Pesto und getrocknete Tomaten.

Den Nachmittag verbringen wir im Liegestuhl mit lesen, schreiben, faulenzen… Es hat kein Wölkli am Himmel.

Wir hatten eigentlich geplant morgen ins Tessin zu fahren – aber Cervo lässt uns nicht los – es ist zu schön! So beschliessen, den morgigen Tag (unseren Hochzeitstag) auch noch hier zu verbringen.

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Freitag, 20.Mai

Auch heute stehe ich wieder um 6 Uhr auf um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen! Um 6:15 Uhr geht die Sonne auf – für mich immer wieder ein berührender Moment – ich bin ganz alleine am Strand – totale Stille, nur die Vögel singen, das leichte Rauschen des Meeres und dann das Gold der aufgehenden Sonne. Es wird einmal mehr ein wolkenloser Tag.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg über San Bartolomeo nach Diano Marina – alles dem Strand entlang – ein schöner Spaziergang!

In Diano Marina bummeln wir durch die Gassen und die kleinen Shops.

Den Nachmittag verbringen wir auf dem Campingplatz mit lesen im Liegestuhl an der Beach und danach mit Reisebericht schreiben und Fotos bearbeiten. Am späteren Nachmittag stossen Ruedi und ich mit einem Cüpli auf unsere gemeinsamen 33 Jahre an!!

Als wir noch einen Spaziergang am Strand machen – entdecken wir, dass zum Campingplatz auch ein Restaurant gehört – und was für ein schönes – mit Blick aufs Meer – so lassen wir unseren Hochzeitstag bei einem exklusiven Essen ausklingen.

Nach dieser Entdeckung, beschliessen wir, nochmals einen Tag länger in Cervo zu bleiben – wir müssen einfach nochmals in dieses Beizli!

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Samstag, 21.Mai

Heute will auch ich mal ausschlafen – Sonnenaufgang hin oder her.

Es gibt einen weiteren Sommertag – so spazieren wir nach dem Frühstück dem Strand entlang mal in die andere Richtung, bis die Küste so felsig wird, dass es kein durchkommen mehr gibt. So steigen wir nochmals hinauf in die Altstadt von Cervo. Von dieser Seite ist der Aufstieg extrem steil, dafür geniesst man stets den Blick aufs Meer. Oben angekommen, trinken wir eine kühle Cola auf der Restaurantterrasse und danach pöschtelen wir noch ein paar Souvenirs.

Beim Abstieg kommen wir bei einer kleinen Kirche vorbei, wo gerade ein Konzert von jungen Künstlern aus Cervo und Umgebung stattfindet – so suchen wir uns einen Sitzplatz in der Kirche und lauschen den Klavier-, Querflöten-, Klarinetten- und Trompetenklängen.

Danach geht’s zurück zum Camper.

Am Nachmittag gönnen wir uns nochmals etwas Ruhe im Liegestuhl und am Strand.

Gegen Abend packen wir schon mal alles zusammen, denn morgen müssen wir uns nun aber endgültig auf den Heimweg machen!

Auch heute gibt’s im Restaurant wieder ein feines Essen – mit Blick aufs Meer!!

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Sonntag, 22.Mai

Heute stehen wir früh auf – um 7 Uhr verlassen wir den Campingplatz und fahren auf der Küstenautobahn zuerst bis kurz vor Genua, wo wir die Küste verlassen. Wir gewinnen sehr bald an Höhe und

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durchqueren schon dann die riesige Ebene des Piemonts mit seinen vielen Reisfeldern.

Es ist ein heisser, wolkenloser Tag – um 7:30 Uhr zeigt das Thermometer bereits 20° an. Aber in der Poebene ist es dann, wie immer, sehr dunstig.

Bei einer Raststätte machen wir einen kurzen Halt und fahren dann weiter in Richtung Schweiz. Da es Sonntag ist hat es sehr wenig Verkehr und vor allem keine Lastwagen. Unsere Route führt uns auf der Autobahn bis Stresa und von dort auf der kurvigen und schmalen Strasse am Lago Maggiore entlang.

Um 12:30 Uhr kommen wir auf dem Campingplatz Miralago in Tenero an, wo uns unsere Freunde bereits erwarten.

Wir verbringen den Nachmittag mit relaxen und plaudern – wir haben ja soviel zu erzählen. Am Abend gibt es ein leichtes Gewitter.

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Montag, 23.Mai

Die Gewitter vom Vorabend haben sich verzogen und es wird ein wolkenloser, heisser Tag, den wir auch wieder mit lesen, plaudern und faulenzen verbringen.

Zwischendurch machen wir  noch einen Lauf zum Campingartikel-Shop beim Campofelice und danach noch ein bisschen Shopping im Einkaufszentrum von Tenero.

Am Abend gehen wir gemeinsam mit unseren Freunden ins Restaurant essen. Danach geniessen wir den schönen, warmen Abend vor unserem Camper bei einem Schlummertrunk.

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Dienstag, 24.Mai

Eigentlich war ja geplant, dass wir spätestens heute zurück nach Hause fahren sollten – aber ein so strahlend schöner Morgen begrüsst uns, dass wir noch einen letzten Tag anhängen.

Nach dem Frühstück machen wir auch heute wieder einen Lauf – zuerst durch ein kleines Naturschutzgebiet, dann dem Strand entlang und danach durch das riesige “Centro Sportivo” von Tenero. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Halt im Einkaufszentrum – wir kaufen ein für den heutigen Grillabend.

Den Nachmittag verbringen wir auch heute nochmals mit “dolce far niente”!

Am Abend grillieren wir gemeinsam mit unseren Freunden. Es wird ein gemütlicher Abend.

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Mittwoch, 25.Mai

Heute müssen wir nun unbedingt nach Hause, denn morgen ist unser Urlaub definitiv zu Ende – und es heisst wieder arbeiten. Wir verlassen den Campingplatz um 8 Uhr und fahren die San Berardino-Route.

SanBernardino-Dorf

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Wir geniessen die Fahrt – zumal es, wie meistens auf dieser Strecke, wenig Verkehr hat und es landschaftlich eine reizvolle Gegend ist.

In Thusis legen wir den obligaten Frühstückshalt ein. Um 12:30 sind wir bereits zu Hause.

So sind aus den geplanten 5 Wochen volle 6 Wochen geworden!

Es war eine ganz tolle, unvergessliche Zeit des Herumzigeunerns – und ich könnte endlos so weitermachen!

 

 

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